Winterreifen-Test: Elf überzeugende Modelle und vier Mängelexemplare

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Winterreifen Test 2013 (Quelle: ADAC/Auto-Reporter.NET)Vier Modelle fallen im aktuellen Winterreifentest des ADAC glatt durch und erhalten die Note „mangelhaft“. Aufgrund deutlicher Schwächen auf nasser Fahrbahn rät der Klub vom Kauf des Kormoran Snowpro b2, des Maragoni 4 Winter E+, des Interstate Winter IWT-2 und des Sailun Ice Blazer WSL-2 ab. Verbraucher haben dennoch eine große Auswahl: Insgesamt haben ADAC und Stiftung Warentest 32 Modelle untersucht – elf Reifen erhalten ein „gut“ und sind damit besonders empfehlenswert.

Gleich sieben gute Reifenmodelle gibt es in der kleinen Dimension mit der Größe 185/60 R15T (z.B. für Audi A 1, Citroën C3, Fiat Punto Renault Clio, VW Polo). Testsieger mit Bestnoten auf nasser Fahrbahn sowie auf Schnee und auf Eis ist der Continental ContiWinterContact TS850. Der neu entwickelte Dunlop Winter Response-2 überzeugt die Tester besonders auf nasser Fahrbahn, auf Schnee und beim Kraftstoffverbrauch. Ebenfalls sparsam ist der Semperit Speed-Grip 2. Der Michelin Alpin A4 glänzt beim Verschleiß und der Nokian WR D3 überzeugt auf trockener Fahrbahn.

Winterreifen Test 2013 (Quelle: ADAC/Auto-Reporter.NET)

Bei den größeren Reifen (225/45 R17H z.B. für Audi A 3, Mercedes C-Klasse, Opel Astra, Skoda Oktavia) schneiden vier Produkte mit „gut“ ab. Drei Modelle setzen nach Ansicht der Tester besondere Akzente: Der Continental ContiWinterContact TS850 mit der Topbewertung auf Schnee, der Bridgestone Blizzak LM-32S mit der Bestnote auf Nässe und der Michelin Alpin A4 mit dem geringsten Verschleiß.

Der ADAC Winterreifentest hat insgesamt 18 Prüfkategorien und bietet somit dem Verbraucher umfassende Informationen. Es wird unter anderem ein Praxistest auf einer verschneiten Passstraße, umfangreiche Brems- und Ausweichversuche auf Nässe, Schnee und Eis sowie Tests zu Verschleiß und Kraftstoffverbrauch durchgeführt. Im Gegensatz dazu bietet das EU-Reifenlabel nur Informationen zu Rollwiderstand, Nassbremsen und Außenfahrgeräusch – wie wintertauglich ein Pneu ist, zeigt es nicht.

 

Ganzjahresreifen sind kein gleichwertiger Ersatz für Sommer- und Winterreifen, punkten jedoch auf Schnee.

Der AllSeasonExpert von Uniroyal liegt bei drei von vier Testfahrten auf der festgefahrenen Schneedecke sogar knapp vor dem Winterreifen. Foto: Uniroyal/ Auto-Reporter.NETZu diesem Ergebnis kommt AUTO BILD in der neuesten Ausgabe. Getestet wurden neun unterschiedliche Ganzjahresreifen sowie zum Vergleich ein Satz Sommer- und Winterreifen. Alle wurden bei Nässe, Trockenheit und Schnee auf ihre Fahr- und Bremseigenschaften geprüft und die Ergebnisse verglichen. Keiner der getesteten Ganzjahresreifen erhält die Bestnote „vorbildlich“, immerhin zwei bekommen ein „empfehlenswert“.

Bei Schnee schneiden die Ganzjahresreifen unerwartet gut ab und können zum Teil sogar mit dem Winterreifen mithalten. Der AllSeasonExpert von Uniroyal liegt bei drei von vier Testfahrten auf der festgefahrenen Schneedecke sogar knapp vor dem Winterreifen. Ein Grund für das gute Abschneiden der Ganzjahresreifen auf Schnee ist die relativ weiche Gummimischung, die die Hersteller verwenden. Steigt die Luft- und Asphalttemperatur an, verschlechtern sich dadurch allerdings die Fahreigenschaften.

Auf nasser Fahrbahn schneidet durchgehend der Sommerreifen am besten ab. Der Winterreifen liegt bei Nässe immerhin im vorderen Mittelfeld, während einige der Ganzjahresreifen Schwächen offenbaren. Auf der trockenen Straße zeigen sich die Nachteile der weichen Gummimischung: zum Teil schwammiges Fahrverhalten und ein deutlich längerer Bremsweg. In dieser Kategorie lässt der Sommerreifen die gesamte Konkurrenz mit Abstand hinter sich.

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