Vom För-ster zum G-Star! Wagt Mercedes-Benz mit dem G-Modell den Sprung in die Zukunft?

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Seit ĂŒber dreißig Jahren ist es des Försters Liebling – kantig, hochbeinig und irgendwie immer etwas schmuddelig – so kennen wir das Mercedes-Benz G-Modell. In fast unverĂ€nderter Form rollt der Daimler-G-lĂ€ndewagen seit 1979 durch die WĂ€lder und dank hipper Schwaben auch gerne mal durch Berlin Prenzlauer Berg. Allerdings hat es schon fast den Anschein, dass der Stuttgater Autohersteller sich etwas davor scheut ein komplettes Redesign seines Offroad-Wagens anzugehen. Und so verwundert es kaum, dass es die amerikanischen Mitarbeiter der Stern-Marke einfach mal ausprobieren und zum Sprung in die Zukunft ansetzen.

 

AnlĂ€sslich der diesjĂ€hrigen Los Angeles Design Challenge haben die Kreativen des Advanced Design Studios von Mercedes-Benz in Carlsbad, Kalifornien, neben einem futuristischen Polizeifahrzeug auch eine zivile Version ihrer Studie entwickelt und sogar als 1:1-Modell auf die RĂ€der gestellt. Der „Ener-G-Force“ orientiert sich unverkennbar an der G-Klasse, die schon lange als automobile Ikone gilt. Es zeigt allerdings eine radikale Neuinterpretation dieses Klassikers. Wichtige Gene wie Proportionen und Elemente wurden von der Idee her ĂŒbernommen aber völlig neu und modern in einem Konzept fĂŒr ĂŒbermorgen gestaltet. Ener-G-Force Designer Hubert Lee: „Wir wollten natĂŒrlich einen klaren Schritt nach vorn, aber wir wollten auch die Erkennungsmerkmale des G-Modells“

 

NatĂŒrlich ist der Entwurf des Ener-G-Force fĂŒr die Los Angeles Design Challenge pure Science Fiction. Jedoch hat die Idee des GelĂ€ndewagens der Zukunft die Designer inspiriert ein umweltfreundliches SUV zu kreieren, welches in jedem Winkel der Erde zum Einsatz kommen kann – ein echtes G-Modell eben.

 

Nicht nur optisch gibt der Ener-G-Force einen Ausblick auf die Zukunft,  vor allem technisch dröhnt hier ganz laute Zukunftsmusik. Der Ener-G-Force nimmt recyceltes Wasser in Tanks auf dem Dach auf und leitet dieses an den „Hydro-Tech Converter“ weiter. Er wandelt die natĂŒrliche und erneuerbare Ressource in Wasserstoff fĂŒr den Betrieb der Brennstoffzellen um. Die Speichereinheiten fĂŒr die gewonnene elektrische Energie befinden sich gut zugĂ€nglich in den markanten Seitenschwellern. Der Ener-G-Force emittiert nur Wasser, hat eine Reichweite von rund 800 Kilometern und ist damit ein wirkliches Green-Car.

 

Vier Radnabenmotoren, deren Leistung eine Hochleistungselektronik fĂŒr jedes Rad einzeln dem jeweiligen Terrain anpasst, sorgen fĂŒr Vortrieb. Dazu detektiert der topografische Rundumscanner „Terra-Scan“ auf dem Dach stĂ€ndig das Umfeld des Fahrzeugs und reguliert danach Federung, DĂ€mpfung und andere Fahrwerksparameter fĂŒr die beste Traktion auf dem jeweiligen Untergrund. Die markant ausgeformten Seitenschweller enthalten die Energie-Speichereinheiten oder schnell austauschbare Batteriepacks. Die Beleuchtung der Seitenschweller zeigt durch farbliche VerĂ€nderungen gleichzeitig den Betriebs- und den Ladezustand der Energiepacks. Ins Dach integriert sind ein DachgepĂ€cktrĂ€ger und Zusatzleuchten.

Kurz um: liebe Daimlers – scheut nicht den Sprung in die Zukunft mit dem G-Modell, Hauptsache es bleibt kantig und hochbeinig, schmuddelig wird er von ganz allein.

2 KOMMENTARE

  1. Sieht richtig gut aus und dazu vorallem wirklich robust. Ich habe den Preis noch nicht gefunden, gibt es da nÀhere Infos zu?

  2. Leider nein, es gibt keine weiteren Infos. Der Ener-G-Force ist als reine Studie zu verstehen und das Fahrzeug auf den Bildern dĂŒrfte sicherlich nur ein gut modellierter Klumpen Ton sein.

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