Volkswagen V-Charge – E-Golf fĂ€hrt alleine zur Ladestation.

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Es ist heiß auf dem Mobile Life Campus in Wolfsburg: Ein E-Golf fĂ€hrt an Volkswagens „Auto-Uni“ vor, und der Fahrer huscht schnell aus dem gekĂŒhlten Auto in den Schutz des klimatisierten GebĂ€udes. Das fahrerlose Auto bewegt sich selbstĂ€ndig ĂŒber mehrere Hundert Meter in eine freie ParklĂŒcke und auch auf eine freigewordene induktive Ladestation, um wenig spĂ€ter wieder – vom Fahrer per Smartphone herbeigerufen – direkt vor dem Haupteingang vorzufahren.

Volkswagen V-Charge - Einfahrt ohne Fahrer auf den Parkplatz (Foto:Volkswagen)

Das Valet Parking ist vor allem in den USA gang und gĂ€be. Man fĂ€hrt mit seinem Fahrzeug direkt am Zielort vor und Mitarbeiter eines Parkservice ĂŒbernehmen die Parkplatzsuche und die erneute Bereitstellung des eigenen Pkw. Dieses Prinzip ĂŒbernahm ein Forschungskonsortium von Volkswagen, der Eidgenössischen Technischen Hochschule ZĂŒrich, der TU Braunschweig und weiterer internationaler Partner, um es auf die speziellen BedĂŒrfnisse einer zukĂŒnftigen elektrifizierten MobilitĂ€t anzupassen.

Volkswagen V-Charge - Automatisiertes Einparken (Foto:Volkswagen)

Neben dem Komfort- und Zeitgewinn fĂŒr den Fahrer fĂŒhrt das System zu einer optimalen Auslastung der notwendigen Infrastruktur. Eine Ladestation wird nur so lange belegt, wie sie wirklich benötigt wird und nicht fĂŒr die gesamte Parkzeit. Möglich ist das durch eine bereits jetzt seriennahe Sensorik: vier Weitwinkelkameras, zwei 3-D-Kameras und zwölf Ultraschallsensoren sorgen fĂŒr eine unfallfreie Fahrt mit bis zu zwölf Kilometern pro Stunde. GPS-Daten benötigt das System nicht. Digitalisiertes Kartenmaterial, fĂŒr ParkplĂ€tze oder ParkhĂ€user entsprechend vorbereiteter Bereiche, wĂŒrde sich das Fahrzeug je nach Notwendigkeit aus den Datennetzen abrufen. Und mit jeder eigenen Fahrt auch noch optimieren. Die Sensoren reagieren ohne jede menschliche Schrecksekunde auf FußgĂ€nger, andere Fahrzeuge und sonstige Hindernisse. Der Wagen Ă€ndert seine Fahrtrichtung oder stoppt unverzĂŒglich, bis die BeeintrĂ€chtigung des Fahrweges nicht mehr im Weg steht. Der Fahrer bleibt ĂŒber sein Smartphone wĂ€hrend seiner Abwesenheit stets ĂŒber den Zustand seines Autos informiert und organisiert darĂŒber auch die erneute Vorfahrt des eigenen Pkw.

Volkswagen V-Charge - induktive Ladestation (Foto:Volkswagen)

Noch ist das „V-Charge“-System, wie Volkswagen es nennt, als automatisiertes Fahren jenseits der juristischen ZulĂ€ssigkeitsgrenze. Der Konzern geht jedoch davon aus, dass bereits bis 2020 Ausnahmen fĂŒr private Parkareals oder ParkhĂ€user gelten werden. Das heißt, V-Charge dĂŒrfte genau zur richtigen Zeit die Marktreife erreichen, denn noch belegt das System nĂ€mlich den Kofferraum des Versuchsfahrzeuges.

VW-E-Golf

(ampnet/av)

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