Verhunzt, verzockt, verrissen – Insolvenzverfahren gegen Nürburgring eingeleitet

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Spannender als die Geschichte um Deutschlands traditionsreiche Rennstrecke hätte kein Krimi geschrieben werden können. Undurchsichtiger als diese Story ist wahrscheinlich noch nicht einmal die chinesische Mauer. Mittlerweile steht eine Investruine inmitten der Eifel und der Nürburgring wird völlig verhunzt.

Am Ende bleibt der Landesregierung von Rheinland-Pfalz nur noch das Insolvenzverfahren gegen die Nürburgring GmbH einzuleiten. Grund dafür ist die drohende Zahlungsunfähigkeit der Betreibergesellschaft. Laut Medienberichten, rechnet Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) nicht mehr damit, dass eine beantragte EU-Hilfe über 13 Millionen Euro noch rechtzeitig genehmigt wird. In Brüssel prüfe man diese Stütze noch genaustens, da auch der Verdacht unerlaubter Beihilfen beim Umbau des Nürburgrings noch im Raum steht.

Mit dem Geld aus Brüssel soll ein fälliges Darlehen zurückgezahlt werden. Das Land Rheinland-Pfalz ist Hauptgläubiger des Rennstreckenbetreibers, der unter dem Projektnamen „Nürburgring 2009“ dem legendären Eifel-Kurs mehr Erlebnischarakter verleihen wollte. Verzockt hat sich die rheinland-pfälzische Regierung vor allem bei der Finanzierung: Die landeseigene Investitions- und Strukturbank hat für den Umbau des Nürbrugrings Kredite in Höhe von 330 Millionen Euro bewilligt. Können diese nicht zurückgezahlt werden, kommt der Steuerzahler dafür auf. Für die Traditionsrennstrecke Nürburgring würden wahrscheinlich etliche Bürger in die Tasche greifen und aushelfen. Für das verrissene Rummelprojekt hätte man von vornherein jeden Cent prüfen sollen.

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