Test: Audi TTS – Die neue Generation des Klassikers

0

Ultimative Fahrmaschine – der Audi TTS. (Quelle: dpp-AutoReporter Anhang)Es gibt nicht allzu viele wirkliche Klassiker in der Automobil-Geschichte. Doch der Audi TT bzw. TTS gehört zweifelsohne dazu. Jetzt bringen die Ingolstädter die neue Generation des kompakten Sportwagens auf die StraĂźe – mit emotionalem Design, ausgeprägter Dynamik und wegweisender Technik. Und bei ersten Testfahrten wird schon nach wenigen Kilometern klar – vor allem der TTS ist eine ultimative Fahrmaschine geworden. Ab Mitte Oktober steht der Flitzer zu einem Basispreis von 35.000 Euro bei den Händlern.

Die Audi-Designer haben die unverwechselbare Linienführung des Ur-TT von 1998 modern interpretiert. An der Front des 4,18 Meter langen Fahrzeugs dominieren die Horizontalen. Der Singleframe-Grill ist breit und flach; Stege gliedern die miteinander verbundenen Lufteinlässe. Auch die Scheinwerfer sind mit Trennstegen strukturiert; sie bilden das Tagfahrlicht. Im Profil erinnern viele Details bewusst an den Design-Klassiker der ersten Generation. Die Schwellerkontur formt eine starke Lichtkante, die breiten Radläufe bilden eigene geometrische Körper. Der vordere Radlauf durchbricht die Fuge der Motorhaube, die über der Tür als Tornadolinie zum Heck läuft. Das flache Glashaus wirkt wie ein eigenständiger Körper, ein dezenter Knick im hinteren Seitenfenster betont die C-Säule.

TFSI-Triebwerk mit jeder Menge Vorschub
Zum Verkaufsstart steht für den TTS das Top-TFSI-Triebwerk mit 228 kW/310 PS sowie einem maximalen Drehmoment von 380 Newtonmeter zur Verfügung. Das bringt nicht nur mit 4,6 Sekunden für den Spurt von 0 auf 100 Kilometer einen Top-Wert, sondern bedeutet auch Kraft und mächtigen Vorschub in allen automobilen Lebenslagen In Zusammenarbeit mit dem Fahrdynamiksystem Audi drive select , bei dem u. a. ein Soundaktuator für sonoren Klang sorgt, und der Sechsgang S tronic, die die Gänge blitzschnell und ohne spürbare Zugkraftunterbrechung wechselt, ist flottes Fahren ein Kinderspiel. Und selbst bei sehr zügig durchfahrenen, engen Kurven gibt es keine feuchten Hände.

Ultimative Fahrmaschine – der Audi TTS. (Quelle: dpp-AutoReporter Anhang)

Dazu bei trägt auch der permanente Allradantrieb quattro, der sich in einer völlig neuen Entwicklungsstufe präsentiert. Seine elektrohydraulische Lamellenkupplung schickt die Kräfte im regulären Fahrbetrieb an die vorderen Räder; bei Bedarf kann sie sie blitzschnell an die Hinterachse umleiten. Die elektronische Regelung vereint Fahrspaß und Sicherheit auf einem neuen Niveau: Bei sportlicher Fahrweise schickt sie die Kraft schneller und damit tendenziell öfter an die Hinterachse. Dadurch drückt sie den Wagen förmlich in die Kurve hinein. Und wer will kann damit auf reibarmem Untergrund auch kontrollierte, sichere Drifts ausprobieren.

Adaptive Dämpferregelung
Ein weiteres Novum ist, dass das Management der Kupplung in das System Audi drive select eingebunden ist, das die Modi comfort, auto, dynamic, efficiency und individual bereithält. Audi drive select kontrolliert die Arbeitsweise des Gaspedals und der Lenkunterstützung und bindet zudem mehrere Bausteine wie zum Beispiel die adaptive Dämpferregelung magnetic ride ein. Zur Abrundung des sportlichen Handlings dient die elektronische Stabilisierungskontrolle ESC, die sich teilweise oder ganz abschalten lässt. Zu ihren Funktionen gehört die elektronische Quersperre; sie leitet die Antriebskräfte je nach Bedarf durch wohldosierte Bremseingriffe am entlasteten kurveninneren Rad auf das kurvenäußere Rad. Beim quattro-Antrieb erfüllt die radselektive Momentensteuerung die gleiche Aufgabe, wobei sie die Hinterräder mit einbezieht.

Ultimative Fahrmaschine – der Audi TTS. (Quelle: dpp-AutoReporter Anhang)

Mit seiner leichten, beinahe schwebenden Linienführung bringt auch das Interieur den Sportwagen-Charakter zum Ausdruck. Im Zentrum steht das Konzept der Fahrerfokussierung. Alle Bedienelemente gruppieren sich um den Fahrer herum. Fließende, miteinander korrespondierende Formen prägen die Konsole des Mitteltunnels und die Türverkleidungen. Von oben gesehen ähnelt die schlanke Instrumententafel der Tragfläche eines Flugzeugs; die runden Luftdüsen, ein klassisches TT-Feature, erinnern an Triebwerke.

GroĂźzĂĽgige Serienausstattung
Die Serienausstattung des 2+2-Sitzers ist großzügig; komfortable Sonderausstattungen wie der Komfortschlüssel oder die Privacy-Verglasung runden das Programm ab. Bei den Fahrerassistenzsystemen reicht die Palette von der serienmäßigen Pausenempfehlung über den Audi side assist, den Audi active lane assist und die Verkehrszeichenerkennung bis zum Parkassistent mit Umgebungsanzeige.

Das Infotainment-Programm ist als Baukastensystem konzipiert, an seiner Spitze steht die MMI Navigation plus mit dem MMI touch. Ihr ergänzender Baustein Audi connect schließlich bringt die maßgeschneiderten Internet-Dienste der Marke über den schnellen Standard LTE (Long Term Evolution) ins Auto.

(dpp-AutoReporter/Hans-Ulrich Wiersch)

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT