SKUJOU – der Elektro-Roller!

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FĂĽr die Geschichte um das E-Fahrzeug mit dem ungewöhnlichen Namen „Skujou“ mĂĽssen wir erst einmal ausholen. Tarek Garir begann mit 20 Jahren das Studium der Physik an der Universität Hamburg. Als ob Physik nicht schon genug gewesen wäre, musste er auch noch jeden Tag die 10 Kilometer, die zwischen seinem Haus und der Uni lagen, ĂĽberwinden. Der Vorteil an den öffentlichen Verkehrsmitteln ist, dass einem viele freundliche Menschen bereits morgens ĂĽber den Weg laufen und man entspannt die Zeitung lesen kann, während einen niemand anrempelt und keine Jugendlichen ĂĽberlaut Handymusik hören.
Der Nachteil war fĂĽr Tarek die komplette Stunde, die er fĂĽr die 10 Kilometer jeweils brauchte.

Diese 120 Minuten am Tag waren nichtsdestotrotz wertvolle Zeit, die Tarek lieber in andere Aktivitäten investiert hätte. Er versuchte es mit Autofahren, aber die immensen Benzinkosten verstärkten nur sein Sehnsuchtsgefühl nach den kreischenden Schulkindern in der U-Bahn. Von der nie enden wollenden Suche nach einem Parkplatz mal ganz abgesehen..

Er versuchte es mit car2go („geil! günstig!“), musste aber bitter feststellen, dass er dann auch, nein eigentlich vor allem, die Minuten im Stau blechen durfte. Dann doch lieber nur illegale Straßenrennen mit dem Carsharing-Auto..? Ähm, nä!

Der gute alte Drahtesel brachte Tarek viel zu sehr ins Schwitzen, das machte sich vor den Physikstudentinnen gar nicht gut.
Leider waren die Möglichkeiten der Transportwege nun ausgeschöpft und Tarek stand ein wenig ratlos da. Denn auch die mittlerweile in Mode gekommenen E-Bikes versprühten für ihn zu viel klobigen Rentnercharme, aßerdem ist Tarek viel zu sehr Liebhaber guten Designs, um sich auf so ein Ding zu setzen.

5. skujou in motion with tarek 1Wie der Apfel vom Baum kam Tarek ein Geistesblitz und er erinnerte sich an alte Zeiten, in denen man mit einem City Roller noch der Coolste der Klasse war und einem die  fünf km/h wie 120 Sachen vorkamen.

Kurzerhand baute Tarek einen kompakten Elektromotor, wie man ihn aus e-Bikes kennt, in ein Scootergestell ein und der erste Prototyp von Skujou war geboren. FĂĽr die Serienreife seiner E-Roller wurde fleissig Geld gesammelt, natĂĽrlich in startup-Manier per Crowdfunding, allerdings knapp unter dem erhoften Ziel.

9. skujou_smartphone appTarek kann seit der Gründung im November 2014 auf ein bis zu sechs Mitarbeiter umfassendes Team zählen, plus Emma, der Büromops. „Ich würde auf jeden Fall wieder gründen“, sagt der 25-jährige, der mittlerweile auf VWL gewechselt hat und dort wesentlich glücklicher ist als im Physikstudium.

Was wir cool finden:
– Höchstgeschwindigkeit: 30 km/h
schnell genug um pĂĽnktlich am Ziel zu sein aber langsam genug, um sich und anderen nicht ernsthaft wehzutun
– Antrieb: 350W Heckmotor
Der benötigte Strom kann (idealerweise) äußerst umweltfreundlich generiert werden.
– Gesamtgewicht: 15 kg
Kann man auch mal schnell Treppen hochtragen…
– Bremsen: Hydraulische Scheibenbremsen von Shimano
…nichts geht ĂĽber gute Bremsen!
K.E.R.S. Technologie: Kinetic Energy Recovery System
…speichert ĂĽberflĂĽssige Bremsenergie: doppelt nachhaltig!
– Der Preis von 1.899 Euro
Deutlich billiger als ein Segway (8.700 Euro); keine Einweisung erforderlich.

Mit einer Reichweite von 20 Kilometern ist der Skujou eindeutig fĂĽr die Stadt gedacht! Hier sieht er aber einfach extrem cool aus, bringt einen sicher und unverschwitzt ans Ziel und spart einem Zeit und Nerven mit den Ă–ffentlichen!

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