Retro-Kit – Porsche Boxter wird auf alt getrimmt

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Retro-Tuner Gullwing America (GWA) ist für seine Mercedes 300 SL Repliken bekannt. Zwar lässt der Firmenname bei der Modellwahl wenig Spielraum, doch einen Flügeltürer können die Texaner noch nachlegen: den Porsche 904 GTS aus den sechziger Jahren. Wie beim 300 SL mussten damals die Ingenieure aufgrund der breiten Schweller und der nach innen gezogenen Dachlinie Flügeltüren montieren.

Doch zurĂĽck ins Jahr 2012. Jetzt planen amerikanische Autoumbauer also die Neuauflage der Porschelegende aus den Sechzigern. Sein Name: Gullwing America P/904 Carrera. Optisch bleibt der P/904 Carrera durchaus dem Original sehr treu. Die flache und gebogene Motorhaube geht flieĂźend in pausbackige KotflĂĽgel ĂĽber und die gebogene Windschutzscheibe steht heute wie damals steil im Wind. Das ausladende Heck des Gullwing America P/904 Carrera bekommt jedoch einen ausfahrbaren Spoiler und LED-RĂĽckleuchten. Ein bisschen muss man schlieĂźlich mit der Zeit gehen.

Aber was steckt unter dem Retrokleidchen? Wer jetzt einen Kastenrahmen vermutet, liegt damit völlig falsch. Gullwing America ist quasi auf das Umformen moderner Autos spezialisiert. Deswegen kommt als Basis das Chassis eines Posche Boxsters 987 (Modell bis 2011) zum Einsatz. Da die Technik des Baby-Porsche auch nicht zu verachten ist, übernehmen die GWA-Schrauber gleich den 3,4-Liter-Boxer (310 PS), die Servolenkung, ABS, Klimaanlage und das Navi. Und weil diese Replika wirklich jeglichen Komfort liefern soll ist sogar eine iPod-Dokingstation mit an Bord. Allerdings verspricht GWA der modernen Ausstattung ein gewisses Retrofeeling zu verpassen.

Abgerundet wird das Klassikerpaket durch eine soundoptimierte Sportabgasanlage, ein einstellbares Fahrwerk und 18 Zoll Leichtmetallfelgen im Fünf-Speichen-Fuchs-Design. Legt man für einen gut erhaltenen originalen Porsche Carrera 904 GTS durchaus auch mal mehr als eine Million Euro auf den Tisch, scheint der Gullwing America P/904 Carrera ein echtes Schnäppchen: rund 70.000 Euro kostet der Umbau. Den Boxter als Basisfahrzeug muss man dann allerdings noch selber mitbringen.

 

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