Opel GT Concept – schlank, schnell, schick

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Opel GT Concept – schnittiger Sportwagen mit Einliter-Dreizylinder-Motor

Mit dem Opel GT Concept dĂĽrften die RĂĽsselsheimer durchaus einen echten Messestar auf’s Parkett des Genfer Automobilsalon 2016 (3. bis 13. März) stellen. Ja okay, bereits 2006 versuchte sich Opel an einer Neuauflage des legendären CoupĂ©s, was mit gerade mal knapp ĂĽber 7.000 verkauften Opel GT Roadster ziemlich ernĂĽchternd endete. Tröstlich war zu dieser Zeit vielleicht nur, dass die in den USA angebotenen Schwestermodelle Saturn Sky und Pontiac Solstice mehr Anklang fanden. Dennoch, die Mission neuer Opel GT war gescheitert. Aber schon der erste Blick auf den Opel GT Concept weckt neue Hoffnungen fĂĽr eine gelungenere Neuauflage des Opel Sportwagens. Seine atemberaubende Karosserieform, die Reduzierung auf das Wesentliche und der Eindruck von purer Präzision sind sicherlich ein Ausblick auf die kĂĽnftige Design-Philosophie von Opel, aktuell aber durchaus ein gelungener Beweis fĂĽr die rĂĽckerlangte Innovationskraft der Marke.neuer Opel GT (Foto: Opel)

Leichter Frontmittelmotor, Heckantrieb und schlanke Form – diese Eigenschaften stammen eindeutig vom historischen Opel GT, der ab 1968 mit  Kadett B Technik in Serie ging. Sogar das sparsame 1.100 cmÂł-Motörchen mit 60 PS bekam der Opel Sportwagen vom verwandten Kompakten vererbt. Dennoch ĂĽberraschte der Ur-GT mit Innovationen wie den versenkbaren Scheinwerfern und einer schwungvoll gestalteten Karosserieform ohne ĂĽberflĂĽssigen Zierrat und stimmigen Proportionen. In erster Linie war der Opel GT ein Design-Statement, orientiert an der deutlich moderneren Optik amerikanischer Autos aus der gleichen Zeit, und ein Zeugnis fĂĽr die Kreativität des RĂĽsselsheimer Herstellers.Opel GT Concept (Foto: Opel)

Diesen (ja fast schon verloren geglaubten) Pioniergeist verkörpert nun der Opel GT Concept erneut. Sein Auftritt ist selbstbewusst und zeigt eine dynamische Fahrmaschine mit Kriegsbemalung in Form einer roten Signaturlinie. Der Designstreifen teilt die Karosserie auf und hebt die stimmigen Proportionen hervor. Derart gestylt wirkt die Sportwagen-Studie wesentlich breiter und flacher. Die roten Vorderreifen dürften kaum den Weg in die Serienfertigung finden, sind jedoch ein absoluter Eyecatcher. Gekünstelte Retroelemente hat der GT Concept nur wenige. Die lange Motorhaube, der bewusste Verzicht auf eine Kofferraumklappe, der mittig sitzende Doppelauspuff und natürlich der Modellname nehmen ausreichend Bezug auf den Ur-GT.Opel GT Concept - Türen (Foto: Opel)

Besonders auffällig am Opel GT Concept sind die groĂźen TĂĽren mit den integrierten Seitenscheiben. Optisch wird dadurch ein nahtloser Ăśbergang von Glas- zur Lackfläche errreicht. Die TĂĽren werden durch BerĂĽhren einer Touchfläche in der roten Signaturlinie im Dach entriegelt und danach elektrisch geöffnet. Dabei tauchen die TĂĽren ein gutes StĂĽck in die vorderen Radhäuser ein und ermöglichen einen größeren Ă–ffnungswinkel mit weinger Platzbedarf nach aussen. Damit wird das Einsteigen selbst in relativ engen ParklĂĽcken deutlich bequemer. Apropos bequem – Im Gegensatz zum Ur-Modell finden im neuen Opel GT auch groĂź gewachsene Fahrer bequem Platz. Statt Aussenspiegeln liefern zwei Kameras hinter den vorderen Radhäusern einen deutlich umfangreicheren Blick nach hinten. Dargestellt wird werden die Bilder auf Monitoren links und rechts im Cockpit.Opel GT Concept Heckansicht (Foto: Opel)

Wie beim alten Opel GT lässt die lange Motorhaube auch beim Opel GT Concept auf das Antriebskonzept schließen. Derart gestreckt bietet der Vorderwagen ausreichend Platz für einen Frontmittelmotor. In dieser Einbaulage sitzen Motor und Getriebe weiter hinten, gleichzeitig wird der Fahrzeugschwerpunkt nach unten und zur Fahrzeugmitte verschoben, ideal für sportliches Handling und beste Kurvendynamik. Unter der Haube des Opel GT Concept steckt ein optimierter Einliter-Dreizylinder-Turbomotor aus dem aktuellen Motorenprogramm. Erstaunliche 145 PS und ein maximales Drehmoment von 205 Newtonmeter leistet das überarbeitete Minikraftwerk. Daran gekoppelt ist ein sequenzielles Sechsganggetriebe, dessen Gangwechselbefehle über Schaltwippen am Lenkrad erfolgen. Traditionell wird die Hinterachse angetrieben, die mit einer mechanischen Differenzialsperre ausgestattet ist. Der unter 1.000 Kilogramm leichte GT Concept beschleunigt in unter acht Sekunden auf 100 km/h. Der Topspeed des Zweisitzers ist mit 215 km/h angegeben.

Analog zum Ur-Modell kann auch der neue Opel GT mit innovativer Scheinwerfertechnik aufwarten. So sind die Hauptscheinwerfer mit  dreidimensional leuchtender Projektionstechnologie ausgestattet. Als Lichtquelle kommen adaptive Voll-LED der neuesten Generation zum Einsatz.  Dieses sogenannte IntelliLux LED-Matrix-Licht ermöglicht bereits im aktuellen Opel Astra blendfreies Fahren mit Dauerfernlicht. Fortgeführt wird das auffällige Lichtdesign der Sportwagen-Studie bis zum Heck. Die dreidimensional ausgearbeiteten Rückleuchten machen den neuen Opel GT vor allem nachts unverwechselbar.

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