Oldtimer Diebstahlschutz – sorgenfrei auf Tour mit dem Klassiker

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Der richtige Oldtimer Diebstahlschutz bereitet sicher vielen Klassikbesitzern Kopfzerbrechen. Wer einen wertvollen Oldtimer hat, wird ihn ungern an einer öffentlichen Straße parken. Doch im Urlaub, bei einer Teilnahme an einer Oldtimer-Rallye oder bei einem ganz normalen Tagesausflug lĂ€sst sich das nicht immer vermeiden und nur selten steht an den idyllischen Ausflugszielen auch gleich eine abgeschlossene Tiefgarage bereit. Wie man sich dennoch unterwegs gegen Diebstahl wappnen kann, verraten die Oldtimer-Experten der GTÜ.

Mercedes-Benz Pagode oder Porsche 911 sind als Diebesgut mittlerweile heiß begehrt. Aber auch VW-Bus T1 sowie T2, Mercedes-Benz W123 oder Jaguar E-Type können ins Beuteschema passen. Immer hĂ€ufiger verschwinden Oldtimer auf Nimmerwiedersehen. Kaum gestohlen, sind sie auch schon in ihre Bestandteile zerlegt, werden im Internet angeboten oder an TeilehĂ€ndler weiterverkauft. Besitzer der klassischer Autos sollten daher generell Vorsorge treffen und ein Konzept zum Oldtimer Diebstahlschutz ausarbeiten. Bewachte ParkplĂ€tze und Tiefgaragen sind auf jeden Fall stets die erste Wahl, seinen Oldtimer diebstahlsicher abzustellen. Sind keine derartigen Parkmöglichkeiten in der NĂ€he, gibt es einige mechanische Hilfsmittel, um sein Fahrzeug zu sichern.

Oldtimer Diebstahlschutz – mechanische Sperren als erste Abschreckung

Zu öffnen sind die meisten Oldtimer heutzutage einfach. Die Knöpfchen auf der Innenseite der TĂŒren sind mit einem DrahtkleiderbĂŒgel schnell nach oben gelupft und damit einfach zugĂ€nglich. Als nĂ€chstes Hindernis steht normalerweise das altbewĂ€hrte Lenkradschloss im Wege, an dem auch die erste mechanische Lösung ansetzt: Als Diebstahlschutzsystem bietet eine Lenkradkralle eine preisgĂŒnstige Möglichkeit, dem Oldtimerklau entgegenzuwirken. Mithilfe eines Sicherheitsschlosses sind jegliche Lenkradbewegungen sperrt. Das gleiche Prinzip funktioniert auch an den RĂ€dern. Eine Parkkralle, bekannt geworden als Maßnahme gegen ParksĂŒnder, hindert den Dieb daran, das Fahrzeug vom Fleck zu bewegen.

Mechanische Gangschaltungssperren sind eine weitere wirksame Alternative. Im eingelegten RĂŒckwĂ€rtsgang beim manuellen Getriebe oder in eingelegter Parkposition beim Automatikgetriebe stellt das Schloss die GĂ€nge fest, sodass andere GĂ€nge bzw. WĂ€hlstufen nicht eingelegt werden können. Die Wegfahrsperre wird fest unter oder hinter der Mittelkonsole verschraubt, was jedoch nicht jedem Oldtimerbesitzer gefĂ€llt.

Oldtimer Diebstahlschutz – Elektronische Sicherungssysteme machen den Oldtimer fahrunfĂ€hig

Etwas teurer, aber auch unauffĂ€lliger sind elektronische Systeme. Als Beispiel sei hier der sogenannte BatteriewĂ€chter mit integrierter Diebstahlsicherung genannt. Er unterbricht die Stromversorgung des Oldtimers, so dass das Fahrzeug nicht kurzzuschließen ist. Montiert wird das mit einer Fernsteuerung zu bedienende System zwischen Autobatterie und Batteriekabel. Allerdings ist ein solcher Schutz nicht fĂŒr alle Oldtimer geeignet, sondern ausschließlich fĂŒr 12-Volt-Young- bzw. Oldtimer, die ĂŒber keine elektronischen Bauteile verfĂŒgen. Denn durch die Stromunterbrechung werden auch Verbraucher wie die Fahrzeuguhr bei der Aktivierung der Diebstahlsicherung abgeschaltet. Auch eine Alarmanlage, die bei ErschĂŒtterungen laute Signale auslöst und damit die Einbrecher in die Flucht jagen soll, wird dabei deaktiviert. Daher sollte man sich entweder fĂŒr den BatteriewĂ€chter oder die Alarmanlage entscheiden, oder eine Alarmanlage wĂ€hlen, die unabhĂ€ngig vom Stromkreis installiert werden kann, so die GTÜ-Experten.

GPS-Ortung fĂŒr die Suche nach dem Diebstahl

Sollte die PrĂ€vention nicht funktioniert haben oder gar nicht erst vorhanden gewesen sein, kommt als weitere Maßnahme zur Sicherung des Oldtimers die GPS-Ortung in Betracht. Wird ein damit ausgerĂŒsteter Klassiker gestohlen, lĂ€sst sich in der Regel schnell sein Standort ermitteln. Ein EmpfĂ€nger im Fahrzeug ĂŒbertrĂ€gt diesen mittels SMS an das Mobilfunktelefon des Fahrzeugbesitzers. Diese Variante sorgt in der Regel als einzige dafĂŒr, dass das Auto auch wieder aufzufinden ist. Als einziges Risiko bleiben die flĂ€chendeckende FunktionstĂŒchtigkeit der Mobilfunknetze und die zeitnahe Ortung, sowohl der des gestohlenen Oldtimers als auch der des Besitzers.

Die GTÜ-Classic-Experten empfehlen eine Kombination aus zwei Maßnahmen. Die Sicherung durch eine Wegfahrsperre und im Diebstahlsfall eine GPS-Ortung. Sie sind die Lösungen, die am besten ineinandergreifen und einen effizienten Schutz gewĂ€hrleisten. So kann der Urlaub auch ohne stĂ€ndige Sorge um den geliebten Oldtimer zum Genuss werden.

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