Neuer „Über-Flügeltürer“ – Mercedes-Benz SLS AMG Coupé Black Series

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Es gibt Dinge im Leben die braucht kein Mensch, und dann gibt es noch Autos vom Schlage AMG Black Series. Ab Sommer 2013 steht der 631 PS starke „Über-SLS“ beim Händler und schon jetzt darf man von einer neuen Mercedes-Legende sprechen.

Das fünfte Modell der Black-Series-Reihe ist von der Rennversion SLS AMG GT3 inspiriert. Mit einem Leergewicht von 1.550 Kilogramm erreicht das Coupé ein Leistungsgewicht von 2,45 Kilogramm pro PS. Der 6,2-Liter-V8-Motor leistet 631 PS bei 7400 Umdrehungen und beschleunigt den Flügeltürer in nur 3,6 Sekunden auf Tempo 100. Der SLS AMG Coupé Black Series entwickelt sein maximales Drehmoment von 635 Newtonmetern bei 5500 Touren. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 315 km/h. Der Kraftstoffverbrauch liegt im Normzyklus bei 13,7 Litern je 100 Kilometer, was CO2-Emissionen von 321 Gramm pro Kilometer entspricht.

Das Plus von 60 PS gegenüber der Standardversion wird durch eine Erhöhung der Maximaldrehzahl von 7200 auf 8000 U/min sowie den komplett überarbeiteten Ventiltrieb mit geänderten Nockenwellen und Tassenstößeln mit einer sonst nur im Rennsport eingesetzten Spezialbeschichtung erreicht. Außerdem wurden die Ansaugluftführung und die Motorapplikation angepasst sowie der Spitzendruck erhöht. Ein Gasdruckdämpfer stützt den Achtzylinder an der Karosserie ab und eliminiert unerwünschte Lastwechselreaktionen.

Die völlig neu konzipierte AMG Sport-Abgasanlage, erstmals in Titan ausgeführt, verfügt über eigenständige Mittel- und Endschalldämpfer, was zu einem kräftigeren, noch markanteren Motorsound führt. Durch die Umstellung von Stahl auf Titan konnte deutlich Der Black Series ist rund 70 Kilogramm leichter als die normale Serienversion des Flügeltürers. Mit knapp 17 Kilogramm wurden gegenüber der bisherigen Abgasanlage rund 13 Kilogramm eingespart. Zahlreiche Karosserieelemente wie etwa die Motorhaube, die Innenraum-Rückwand hinter den AMG-Sportschalensitzen, die Diagonalstreben am Unterboden und auch die Torque Tube zwischen Motor und Getriebe bestehen vollständig aus Carbon. Auch beim Aluminium-Spaceframe wurden einige Komponenten durch CFK-Bauteile ersetzt. Eine Lithiumionen-Batterie, die an Stelle der herkömmlichen Starterbatterie zum Einsatz kommt, spart weitere acht Kilogramm ein. Der Verzicht auf das weiterhin auf Wunsch erhältliche Multimediasystem Comand Aps bringt weitere sechs Kilogramm Gewichtsersparnis.

Ein neu entwickeltes, elektronisch geregeltes Hinterachs-Sperrdifferenzial mit kürzerer Hinterachsübersetzung ersetzt die mechanische Variante. Ebenfalls neu: das Fahrwerk mit strafferer Grundabstimmung und elektronisch geregelter, zweistufiger Dämpfung (Sport, Sport +). Die Federteller mit Gewindeanteil bieten Verstellmöglichkeit der Radlasten und die Spurweite legt vorne um 20 Millimeter und hinten um 24 Millimeter zu. Die neu entwickelten Sportreifen Michelin Pilot Sport Cup 2 der Dimensionen 275/35 R 19 (vorn) und 325/30 R 20 (hinten) bieten mehr Grip. Breiter ausgestellte Kotflügel schaffen den nötigen Platz. Serienmäßig kommt die AMG-Keramik Hochleistungs-Verbundbremsanlage zum Einsatz.

Abgedunkelte Scheinwerfer und schwarz umrandete Heckleuchten sind Kennzeichen des SLS AMG Coupé Black Series. Front-, Heckschürze mit Diffusor und Seitenschwellerverkleidungen aus Carbon und mit Carboneinsätzen optimieren die aerodynamische Balance. Zudem wurden die Lufteinlässe vergrößert. Die Carbon-Motorhaube verfügt wie beim SLS AMG GT3 über einen zentralen Luftauslass, der nicht nur für effektiven Abtransport der Motorwärme sorgt, sondern auch den Abtrieb an der Vorderachse erhöht sowie den cw-Wert verbessert. Die flügelförmige Querfinne und der Sterntopf im Kühlergrill sind ebenso in Hochglanz Schwarz gehalten wie die Außenspiegel und die Finnen auf der Motorhaube. An den GT3 erinnert auch der seitliche Carbon-Einsatz mit Luftauslass und einer schwarzen Finne; auch er hilft, das Temperaturniveau im Motorraum abzusenken. Der Diffusor ragt über das Profil der Heckschürze hinaus und generiert mehr Abtrieb an der Hinterachse: Die Folge: mehr Fahrstabilität bei hohen Geschwindigkeiten. Sichtbare Luftöffnungen hinter schwarzen Gittern dienen dem gezielten Abtransport der Warmluft im Bereich der Abgasanlage.

Als Wunschausstattung ist das Aerodynamik-Paket verfügbar: Anstelle des serienmäßigen, ab 120 km/h automatisch ausfahrenden Heckflügels kommt ein feststehender und verstellbarer Carbon-Heckflügel im Stil des SLS AMG GT3 zum Einsatz. Der Heckflügel stützt sich über Aluminiumelemente auf einem speziellen Einsatz am Heckdeckel ab und sorgt für noch mehr Anpressdruck auf der Hinterachse – nicht zuletzt auch durch den Gurney-Flap, benannt nach dem Erfinder Dan Gurney, einem ehemaligen Rennfahrer, Konstrukteur und Teambesitzer. Diese acht Millimeter hohe, im 90-Grad-Winkel angebrachte Spoilerkante am Heckflügel erhöht den Abtrieb weiter, ohne jedoch den Luftwiderstand signifikant zu erhöhen. Flankiert wird der Heckflügel von zusätzlichen Carbon-Flics an der Frontschürze, die den Auftrieb an der Vorderachse weiter reduzieren.

Im Interieur stehen zwei Farbvarianten zur Wahl: Alcantara schwarz oder Alcantara schwarz/rot. Bei der zweifarbigen Ausstattung sind die Türmittelfelder sowie die Applikationen an der Mittelkonsole und oberhalb des Handschuhfachs in Rot ausgeführt. Das AMG Performance Lenkrad mit unten abgeflachtem Kranz ist komplett in griffgünstigem Alcantara ausgeführt, im oberen Bereich hat das Lenkrad eine sportliche, rote 12-Uhr-Markierung. Ein exklusives Black-Series-Detail ist die so genannte „3D-Naht“, die horizontal auf der Instrumententafel verläuft: Der Lederbezug wird auf der gesamten Breite von einem feinen Alcantara-Streifen in Anthrazit durchbrochen.

Exklusiv dem SLS AMG Coupé Black Series vorbehalten ist der expressive Karosserie-Farbton Solarbeam, der als Wunschausstattung erhältlich ist.

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