Mercedes in der Krise

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Die Wogen schlagen hoch und die Proteste der Mercedes Mitarbeiter reißen nicht ab.  Der Grund: Die Vorstandsentscheidung, dass die C-Klasse, der meistverkaufte Mercedes ab 2014 nicht mehr in Sindelfingen gebaut werden soll. Stattdessen sollen die Sternenkreuzer in Bremen und in den USA gebaut werden, um Kosten zu sparen.

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Die einen befĂĽrchten den Verlust des Arbeitsplatzes, andere jedoch die Beschädigung des guten Rufes „Made in Germany“.  Einen guten Ăśberblick bietet hierzu die Financial Times Deutschland.

Die Diskussion um die Verlagerung von Arbeitsplätzen macht nochmals deutlich, dass große Teile der Automobilindustrie selbstgefällig die letzten Jahre verschlafen haben, dass Top Manager oftmals nur vom Verdienst her als Top zu bezeichnen sind, dass die automobile Krise durch Produktionsverlagerungen nur aufgehalten, jedoch nicht unbedingt gestoppt werden können und dass die Politik endlich aufhören muss, eine antiquierte Industriestruktur zu stützen.

Die Zeiten, in denen die Industrie als stabiler Arbeitgeber galt, sind nicht erst seit der Finanzkrise vorbei. Bereits in den siebziger Jahren verlor die Industrie ihre Stellung als wichtigster wirtschaftlicher Motor, der Wechsel zur Dienstleistungsgesellschaft wurde vollzogen. Heute gilt: Je mehr Industriearbeitsplätze ein Land hat, desto höher sind die Arbeitslosenquoten, desto teurer die wirtschaftlichen Folgekosten, die die Gemeinschaft zu tragen hat.

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