Lancias Ausstattungs-Offensive – Amicar-Feeling aus Italien

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Der Ruf von Lancia hat in den letzten 25 Jahren ziemlich gelitten. Die italienische Marke stand lange nicht mehr fĂĽr innovative Fahrzeuge wie den Belna, Aurelia oder gar Stratos. Ypsilon und Dedra waren wahrlich keine Ăśberflieger und selbst die Neuauflage des legendären Lancia Delta ist relativ gefloppt. Woran es gelegen hat? Das wissen wahrscheinlich die Italiener bis heute nicht. Seit der Ăśbernahme von Chrysler 2009 versucht der Mutterkonzern Fiat nun eine neue Markenoffensive und labelt kurzerhand die amerikanischen Chrysler-Modelle fĂĽr den europäischen Markt in Lancias um. Aktuell verpassen die Italiener dem Ami-Van Voyager ein paar neue Ausstattungslinien und wollen damit auf den regionalen Märkten punkten. FĂĽr den Voyager gibt es jetzt neben der bisherigen, mittleren Modellversion ,,Gold“ noch die neue Basisvariante ,,Silver“ und die TopausfĂĽhrung ,,Platinum“. Die Preisspanne reicht von 37.990 Euro bis 45.990 Euro.

Die Liste der neuen Pakete ist lang, in der Silverausstattung gibt’s unter anderem jetzt serienmäßig dazu: Dreizonen-Klimaautomatik, 17 Zoll-Leichtmetallrädern (Bereifung 225/65 R17), Leder-Innenausstattung, Sitz- und Ladesystem Stow ’n Go, Reifen-Luftdruckwarnung, Tempomat, Multifunktionslenkrad, Kopfairbags fĂĽr alle Sitzreihen und ESP mit Bremsassistenten, ASS und ABS.
Im ,,Gold-Paket“ schlieĂźen Heckklappe und SchiebetĂĽren elektrisch. Weiterhin ab Serie an Bord: Einparkhilfe, Dachreling, elektrisch verstellbare Vordersitze, Sitzheizung in der ersten und zweiten Reihe, beheizbares Lederlenkrad, eine elektrisch verstellbare Pedalerie, Bluetooth-Funkfreisprechanlage, automatisch abblendender Innenspiegel, automatische Fahrlichtschaltung und Chrom-Akzente im AuĂźenbereich.

In der Topversion ,,Platinum“ kommt noch mal dazu: Innenausstattung in Nappaleder und Alcantara, Xenonscheinwerfer, eine elektrisch umklapp- und versenkbare dritte Sitzreihe, Memoryfunktion fĂĽr Fahrersitz und AuĂźenspiegel, Radio und elektrisch verstellbarer Pedalerie. Mit dabei sind auch ein Festplatten-Navigationssystem mit 6,5 Zoll-Touchscreen und Mediaserver, die Parkview-RĂĽckfahrkamera, ein 506 Watt-Infinity-Soundsystem mit Surround-Verstärker und neun Lautsprechern inklusive Subwoofer, Niveauregulierung fĂĽr die Hinterachse und das schlĂĽssellose Zugangssystem ,,Keyless Enter-N-Go“ mit Motor-Startknopf.

Klingt alles ziemlich vielversprechend, wenn da nicht das Markenimage wäre. Eingefleischte Chryslerfans tun sich mit dem Lancia-Logo sicherlich schwer, auch wenn die Autos echte Chrysler bleiben. ABER: warum nicht mit den gleichen Waffen zurückschlagen und einfach wieder „re-labeln“? Schließlich laufen baugleiche Fahrzeuge auch mit den Chrysler-Emblemen vom Band und im Zeitalter des Internets ist jeder Artikel weltweit schnell gekauft, auch ein Kühlergrill und zwei Autoembleme.

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