Kleines Teil, große Wirkung – BMW ruft 1,3 Millionen 5er und 6er zurück

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BMW verkündet die größte Rückrufaktion „der jüngsten Vergangenheit“ und lotst seine Oberklassemodelle zur Inspektion. Der ungewollte Boxenstopp soll etwa 30 Minuten dauern und ist für die Autobesitzer kostenlos. Wie viel die Rückrufaktion BMW kosten wird, hat der Konzern jedoch noch nicht mitgeteilt. Über derartige Rückrufaktionen lässt sich sicherlich viel diskutieren. Warum werden die Fehler erst nach einigen Jahren bemerkt? Werden gewisse „Schönheitsfehler“ lieber dezent und heimlich behoben? Und wie sehr schadet der Entwicklungs- oder Produktions-Fauxpasses dem Image? Doch eins ist Fakt: wenns um die Sicherheit geht, müssen gerade Autobauer ihrer Verantwortung gerecht werden – auch wenn’s manchmal eben etwas mehr Arbeit ist.

Einige dieser Fragen wurden sicherlich auch heftigst bei BMW diskutiert, denn immerhin geht’s gerade um die Flagschiffe 5er und 6er BMW. Alle Fahrzeuge der Baureihen E60/E61 und E63/E64 der Baujahre 2003 bis 2010 werden nun zum Zwangsstopp in die Werkstätten gebeten. Der Grund: „Eine Batteriekabelabdeckung im Kofferraum der Fahrzeuge kann in sehr seltenen Fällen nicht korrekt montiert sein“. Das fehlerhafte Bauteil „könne zu Bordnetzstörungen, Nichtstartern und in extrem vereinzelten Fällen zum Verschmorung oder einem Brand führen“, heißt es seitens BMW.

Die Halter der Fahrzeuge werden aktuell angeschrieben. In Deutschland sind ca. 290.000 BMW’s betroffen, weltweit etwa 1,3 Millionen. Vorsorglich und um mögliche Risiken auszuschließen werden in der Werkstatt an allen Autos die Klippverbindungen im Kofferraum ausgetauscht.

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