Flugauto-Hype – Zum in die Luft gehen

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Vorab erstmal: ich mag sie wirklich, die Amis. Sie sind so schön cool, so locker, ein bisschen verrückt und sie sind ziemlich begeisterungsfähig. Und begeistern können sie auch. Neuste Vision einer amerikanischen Firma – ein serienmäßiges Flugauto, könnte aber auch ein Autoflugzeug sein, ich bin mir da noch nicht so sicher. Auf jeden Fall wird gerade ordentlich Wind gemacht um eine Firma namens Terrafugia aus dem US-Bundesstaat Massachusetts und ihr angeblich serienreifes Flugauto, welches auf der New York Autoshow Anfang April ausgestellt werden soll. Seit 2006 tüfteln die Ingenieure an dem Vehikel mit dem Namen „The Transition“ und noch in diesem Jahr soll die Serienproduktion starten.

Nach Angaben vom The-Transition-Hersteller Terrafugia sollen hundert Interessenten das Flugauto bereits bestellt und je 10.000 Dollar angezahlt haben. Der Gesamtpreis des Luftikus liegt bei 279.000 Dollar. Dafür bietet der/die/das Transition einen 104 PS starken Rotax-Motor, der eine maximale Fluggeschwindigkeit von 185 km/h ermöglicht. Auf der Straße sollen es immerhin 105 km/h Spitze sein. Die Karosserie besteht aus Kohlefaserverbundstoff und das ganze Flug-Fahr-Gerät bringt 440 Kilogramm auf die Waage. Kleinflugzeug-Piloten unter uns denken jetzt sicherlich: „kenn ich doch alles, klingt nach einer gewöhnlichen Single-Prop-Maschine.“ Richtig, um mehr geht’s hier eigentlich auch nicht. Oder vielleicht doch: beim Transition sind die Tragflächen klappbar, was zum Parken in der eigene Garage recht praktisch ist und das Fahren im normalen Straßenverkehr auch etwas vereinfacht.

Die Frage nach dem Sinn des Parkens in der eigenen Garage stellt sich allerdings beim Blick auf den Wert der nötigen Startbahnlänge. Denn um mal eben abzuheben benötigt das Flugauto mindestens 500 Meter Anlauf und somit einen Flugplatz, und da kann man’s dann eigentlich auch gleich stehen lassen. Denn viel „Auto“ hat dieses Fluggerät nicht zu bieten und gehört somit in einen Hangar. Die mobile Revolution wird auch der/die/das Transition definitiv nicht sein, auch nicht wenn sich hundert Amis fĂĽr das Freizeitvehikel begeistern können.

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