Ferrari FXX K: Premiere in Abu Dhabi

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Mit einigen Formel-1-Elementen wie KERS ist der 1050 PS starke Ferrari FXX K ausgerĂŒstet. (Quelle: FCA/dpp-AutoReporter Anhang)Ferraris neues FXX K Forschungs- und Entwicklungsprogramm wartet am ersten Dezember-Wochenende auf der Yas Marina-Rennstrecke in Abu Dhabi bei den ‚Ferrari Finali Mondiali‘ mit einer Weltpremiere auf. Das Fahrzeug basiert auf dem Ersten aus Maranello stammenden Hybridmodell und wird ab dem kommenden Jahr Rennstrecken in aller Welt zieren. Der Buchstabe K in der Modellbezeichnung bezieht sich auf das „KERS“ (kinetic energy recovery system), das zum Einsatz kommt, um die Leistung auf der Rennstrecke zu maximieren – wie in der Formel 1.

Ungehindert durch Homologationsauflagen oder Rennreglements kommt der FXX K nicht in Rennen zum Einsatz. Das Fahrzeug wurde vielmehr vollkommen kompromisslos entwickelt und verfĂŒgt ĂŒber technische Innovationen, die sicherstellen, dass die exklusive Gruppe der Kunden-Testfahrer – mit denen das springende Pferd ĂŒber die kommenden zwei Jahre ein Testprogramm durchfĂŒhren wird – mit ihm ein vollkommen neues Fahrerlebnis genießen können.

Das ungeheure Potential des Wagens wird durch zwei bedeutende Werte belegt: Maximale Leistung von 1.050 PS (860 PS vom konventionellen V12-Zylinder und weitere 190 PS vom Elektromotor) sowie ein maximales Drehmoment von 900 Nm.

Der V12-Motor des FXX K mit einem Hubraum von 6.262 ccm verfĂŒgt ĂŒber neue Nockenwellen und einen verĂ€nderten Ventiltrieb mit mechanischen anstelle von hydraulischen StĂ¶ĂŸeln. Die Ansaugrohre wurden neu gestaltet und mit einer speziellen Politur behandelt. Das Abgassystem wurde verĂ€ndert wobei die SchalldĂ€mpfer beseitigt wurden. Das HY-KERS System wurde speziell fĂŒr reine Leistung weiterentwickelt. Der Fahrer kann nun die Funktionslogik ĂŒber das spezielle Manettino auf der Mittelkonsole mit vier Einstellungen steuern. „Qualify“ fĂŒr ein Höchstmaß an Leistung auf einer begrenzten Anzahl von Runden; „Long Run“, um die Leistungskonsistenz zu optimieren; „Manual Boost“ fĂŒr umgehende Bereitstellung des höchstmöglichen Drehmoments; „Fast Charge“ fĂŒr ein schnelles Aufladen der Batterie.

Mit KERS fĂŒr Kerls auf dem ergonomischen Edel-Arbeitsplatz im Ferrari FXX K. (Quelle: FCA/dpp-AutoReporter Anhang)

Der Schwerpunkt auf ein Höchstmaß an Effizienz zu jedem Zeitpunkt auf einer Runde, fĂŒhrte zu umfangreichen doch gleichzeitig integrierten Arbeiten am gesamten Fahrzeug bezĂŒglich der aktiven und der passiven Aerodynamik. Die Front des Fahrzeugs dominieren ein Doppelprofil-Spoiler und ein grĂ¶ĂŸerer Splitter, der 30 mm tiefer liegt, mit einer Öffnung in der Mitte. Dieses Design ist die Umsetzung der Konzepte, die entwickelt wurden, um die aerodynamischen Einstellungen der Fahrzeuge in der GT-Klasse in den WEC-Meisterschaften zu verbessern, die Ferrari in den vergangenen Jahren drei Mal in Folge gewinnen konnte. Zwei Paare an vertikalen Elementen, eine Endplatte und ein externes Diveplane, zusammen mit vertikalen Finnen, leiten den Luftfluss zu den Seiten des Fahrzeugs, um LĂ€ngswirbel zu erzeugen, die fĂŒr punktuelle Depression sorgen. Dies fĂŒhrt dazu, dass der Sog aus den RadkĂ€sten hin zur Außenseite des aerodynamischen Unterbodens abgezogen wird. Gemeinsam mit den SeitenschĂŒrzen, die sich aus den Schwellen herausbilden, hilft der Wirbel dabei den Luftfluss vom Unterboden zu isolieren und somit die Effizienz zu steigern. Auch die Lösungen, die am Heck des Wagens zum Einsatz kommen sind ĂŒberaus fortschrittlich.

Das Heck liegt nun höher und der bewegliche Spoiler ragt weiter heraus (60 Millimeter bei vollem Einsatz). Eine vertikale Finne und ein kleiner FlĂŒgel auf jeder Seite fungieren als Leitbleche in der Fahrzeugkonfiguration mit niedrigem Luftwiderstand und verbessern die Effizienz des Spoilers in der Konfiguration mit hohem Abtrieb. Das System erzeugt zudem auch beachtlichen Abtrieb fĂŒr das Heck des Fahrzeugs, womit ermöglicht wird, dass ein großvolumiger Heckdiffusor zum Einsatz kommen kann, womit der Luftablass vom Unterboden optimiert wird. Der Bereich des flachen Unterbodens direkt vor den HinterrĂ€dern wird ebenfalls bestmöglich genutzt, um Abtrieb zu erzeugen. Dank des reduzierten Drucks in den RadkĂ€sten, der durch die direkte Verbindung des Fahrzeughecks mit einem Bypass-Kanal garantiert wird. Das Ergebnis ist ein um 50% gesteigerter Abtrieb in der Fahrzeugkonfiguration fĂŒr niedrigen Luftwiderstand und 30% in der aggressiveren Abtriebskonfiguration, was zu einem Wert von 540 kg bei 200 km/h fĂŒhrt.

Die Fahrzeugdynamik wurde durch den Einsatz von Pirelli-Slicks mit Sensoren – welche LĂ€ngs-, Lateral- und Radialbeschleunigung sowie Temperatur und Luftdruck messen – verbessert. Damit wird eine genaue Analyse der Interaktion zwischen Reifen und FahrbahnoberflĂ€che sichergestellt, wĂ€hrend das Traktionskontrollsystem noch mehr wichtige Daten erhĂ€lt, um ein Höchstmaß an Leistung zu garantieren.

Das Eingriffsniveau des elektronisch gesteuerten E-Diff Differentials, die F1-Trac Traktionskontrolle, die Racing SSC (Side Slip Angle Control) – die speziell fĂŒr die Slicks des Fahrzeugs geeicht wurde – sowie das Hochleistungs-ABS kann ĂŒber das Manettino mit fĂŒnf möglichen Einstellungen auf dem Lenkrad festgelegt werden.

 

(dpp-AutoReporter/wpr)

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