Falsche Abgaswerte – ADAC stellt auch bei anderen Marken Abweichungen fest.

0

Nun gab es den gro├čen Knall und ausgerechnet Volkswagen steht als erster Hersteller vor dem Kadi. Die Anschuldigung: VW beeinflusst die Motorsteuerung bei Abgastests und erreicht damit deutlich „saubere“ Messergebnisse. Nun stehen aber alle Hersteller unter dem gleichen Druck, und genauso wie in Wolfsburg arbeiten Ingenieure bei anderen Herstellern ebenso unter dem Druck der Gesetzgeber daran, die von den L├Ąndern vorgegeben Abgasziele zu erreichen. Technisch gelingt dies teils mit Filtern, pr├Ąziseren Bauteilen und eben der Steuerelektronik. Den „VW Abgas Skandal“ m├Âchten wir an dieser Stelle ├╝berhaupt nicht bewerten, hier gilt es sachlich und juristisch sauber und aufzukl├Ąren.

Allerdings steht die Messung des Kraftstoffverbrauchs und der Abgaswerte unter Laborbedingungen (aller Hersteller) schon seit Jahren in der Kritik. Und wahrscheinlich hat auch jeder Autobesitzer bereits feststellen m├╝ssen, dass die Verbauchswerte im Verkaufsprospekt selten mit dem realen Spritverbauch ├╝bereinstimmen. Schon seit l├Ąngerer Zeit setzt sich zum Beispiel der ADAC f├╝r realit├Ątsn├Ąhere Testverfahren ein und versucht dem Realverbrauch in seinem Ecotest n├Ąherzukommen. Auf einem eigenen, zertifizierten Pr├╝fstand untersucht der Automobilclub seit 2003 j├Ąhrlich rund 150 Pkw in puncto CO2-Emissionen und Schadstoffe. Und zur Verwunderung weniger, fallen auch bei diesem Test immer wieder Abweichungen von den Grenzwerten auf. Zwar handelt es sich bei den vom ADAC festgestellten Schadstoffabweichungen nicht um den Faktor 10-40, wie aktuell im Fall von Volkswagen in den USA, allerdings komme der Faktor 7-20 (jeweils bezogen auf die Grenzwerte USA/EU) durchaus h├Ąufig vor, wie uns der ADAC mitteilt.

Gesetzlich sollte ein sauberer Diesel, nach Meinung des ADAC, in keinem Betriebszustand eine h├Âhere Abweichung vom Euro-6-Grenzwert zeigen, als den so genannten Conformity Factor 1,5. Die Hersteller fordern dagegen einen weit h├Âheren Abweichungsfaktor. Der Club setzt sich seit Jahren daf├╝r ein, dass realit├Ątsnahe Verbrauchsangaben auch gesetzlich vorgeschrieben werden sollen. Der ADAC ist au├čerdem davon ├╝berzeugt, dass durch moderne Clean-Diesel-Technologie die Stickoxide (NOx) der Dieselfahrzeuge im realen Betrieb in den St├Ądten und auch auf der Autobahn um 90 bis 95 Prozent gesenkt werden k├Ânnen.

Der Ecotest des ADAC ermittelt alle Verbrauchswerte auf der Basis eigener Messungen ÔÇô inklusive der Kraftstoff-Herstellung (Well-to-Wheel). Dabei werden die Fahrzeuge, erg├Ąnzend zum Typpr├╝fzyklus (NEFZ), in einem Autobahnzyklus und im neuen Weltzyklus (WLTC) gepr├╝ft.

(Quellen: ampnet/jri, ADAC)

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT