Ein Leben im Zeichen der Cobra – Caroll Shelby ist gestorben

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Hierzulande mag es vielleicht eine Randnotiz sein, aber die PS-orientierte Autowelt trauert um einen ihrer großen Väter. Die amerikanische Auto-Legende Carroll Shelby ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Shelby hat sich durch brachiale Sportwagen wie die AC Cobra und die nach ihm benannten Versionen des Ford Mustang einen Namen gemacht und mit seinem Markenzeichen, der aufgerichteten Cobra, ein der Sportautowelt Symbol verliehen.

Shelby, der im zweiten Weltkrieg bei der US-Luftwaffe eingesetzt war, kam erst relativ spät zum Motorsport. 1952 nahm er zunächst an Beschleunigungsrennen teil, damals noch mit einem „zusammengezimmerten“ Ford Hot-Rod. Doch schon kurze Zeit später entdeckte ihn der Sportchef von Aston Martin, John Wyer, und engagierte Shelby als Co-Piloten für das berühmte Autorennen in Sebring. Sein fahrerisches Können beindruckte in der Rennszene und innerhalb kurzer Zeit schaffte es der texanische Farmer in die Topliga um Motorsportgrößen wie Juan Manuel Fangio und Phil Hill. Shelbys größter Erfolg als Fahrer war 1959 der Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans, derzeit noch unterwegs im Aston Martin DBR1.
1962 begann der Amerikaner die Arbeiten an seinem eigenen Sportwagen, der legendären „Shelby Cobra„. Leicht, wendig und ausreichend motorisiert sollte Shelbys Fahrzeug werden. Am Ende präsentierte er einen Roadster mit Ford-V8 unter der Haube, ausgestattet nur mit dem Nötigsten. Höhepunkt der Cobra-Evolution war die „427“ mit Siebenliter-V8-Motor und 425 PS. Derart begeistert von Shelbys technischem Können wurde auch Ford auf den ambitionierten Kleinserienhersteller aufmerksam und ihn als Experten fĂĽr das Ford GT40-Programm an.

EndgĂĽltig zur Legende wurde Shelby durch seine eigene Interpretation des Ford Mustang. Bis 1970 entwicklete Shelby die „Sportversionen“ des Ford Ponycars. Stets getreu der Devise: „Pferdestärken verkaufen Autos und mit Drehmoment gewinnt man Rennen“ und stets mit dem Schlangensymbol am KĂĽhlergrill. Doch lange Zeit war es ruhig geworden um die Beziehung Ford und Shelby, bis zum Jahr 2001. Die Entwicklung des neuen GT40 stand an. In Detroit besann man sich auf die frĂĽhere Zusammenarbeit mit Caroll Shelby und holte ihn erneut an Bord. Ebenso gab es ab 2007 wieder Shelby Mustangs. Das letzte Projekt an dem Carroll Shelby zu Lebzeiten beteiligt war, startete 2011 und krönte mit dem aktuellen Mustang GT500 mit 671 PS die PS-Karriere des Mannes, der mit seinem Schlangensymbol die Autowelt geprägt hat.

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