Drifter rocken den Hockenheimring

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Nach langer Sommerpause haben sich die Piloten der IDS wieder zu einem spektakulĂ€ren Driftevent zusammengefunden. Diesmal in der Kinderstube des Driftsports, am Hockenheimring Baden-WĂŒrttemberg.


Jedoch nicht auf der Rennstrecke selbst, sondern mit Hilfe einer völlig neuartigen StreckenfĂŒhrung konnte man das große Fahrerlager des Hockenheimrings zu einem fĂŒr die Zuschauer extrem interessanten und sicheren Drift-Parcour umgestalten. Selbst die Fahrer waren nach anfĂ€nglicher Skepsis sehr von dem anspruchsvollen und schnellen Parcour begeistert und setzen diese Begeisterung in extrem aufregende TwinBattle-ZweikĂ€mpfe um.
Auch die Streetklasse, die geeignetste Klasse, um den Einstieg in den Driftsport zu erreichen, war zugegen und kam doch sehr gut mit dem Kurs zurecht. Bevorteilt durch einen verregneten ersten Drifttag, waren die Fahrer in der Lage, sich zunÀchst bei nassen Bedingungen und entsprechend geringeren Geschwindigkeiten an den Drift-Kurs zu gewöhnen. Trotz des schlechten Wetters waren sehr viele Zuschauer gekommen, um die Trainings-Sessions zu beobachten oder sogar als Drift-Taxi Gast, die Fahrdynamik des Drifts einmal selbst zu erleben.


Die Street-Klasse hatte am Abend dann auch gleich ihr Finale auszufahren. Wieder einmal konnte sich ein „Hountondji“ den Sieg in der Streetklasse ergattert. Aber zur Überraschung der Judges war das diesmal der jĂŒngere Bruder Eli Hountondji, D, der mit seiner Driftleistung am besten ĂŒberzeugen konnte und Platz 1 belegte. Felix Aretz, D war ihm dicht auf den Fersen und verpasste mit nur einem Punkt Abstand das oberste Treppchen und somit belegte er Platz 2. GesamtfĂŒhrender Joe Hountondji, D belegte „nur“ Platz 3 und verbĂŒĂŸte somit nur wenig Punkte auf seinen Verfolger Felix in der Gesamtwertung ein.
Es stellt sich heraus, dass der Wettergott ein ausgesprochener Drift-Fan sein muss und so waren die Wetterbedingungen am zweiten Drifttag fĂŒr qualmende Reifen und schnelle Drifts ideal. So kann man ohne Übertreibung behaupten, dass die Drifter mit Sonnerschein und Temperaturen ĂŒber 20 Grad den Sommer zurĂŒck geholt haben.

Beste Bedingungen auch fĂŒr die Drift-Equipe im Maßstab 1:10. Die Kollegen der RC-Drifter waren ebenfalls vor Ort und machten es den „großen“ Driftern gleich und zeigten vereinzelt sogar grĂ¶ĂŸere Driftwinkel als die Profis in Ihren modifizierten Driftmaschinen. In KĂŒrze werden alle Driftautos der realen Fahrer und der Pacecar Alutec BoostOne von der RC-Driftgruppe nachgebaut, so dass es eine IDS-RC-Serie geben kann.
Neu an dem Wochenende war ebenfalls der NISSAN Gymkhana DriftKing. Der Gymkhana Drift ist mit einem zu durchdriftenden Geschicklichkeitskurs zu erklĂ€ren. Neu war dabei, dass bei dieser Wettkampfform auch Streets gegen PRO Fahrer antreten konnten. Die letzten 4 Fahrer traten im KO-System mit zwei gestellt NISSAN 370Z an, so dass auch fahrzeugtechnisch Chancengleichheit hergestellt wurde und nur noch das fahrerische Können der Drifter gefragt war. Am Ende haben sich jedoch mit Oliver Harsch, D und Yves Faber, Lu zwei PRO-Fahrer als Sieger durchsetzen können. Aufgrund eines tragischen Motorradunfalls auf der GrandPrix-Strecke konnte das Finale zwischen Oliver und Yves nicht mehr ausgefahren werden, so dass das LosglĂŒck Oliver Platz 1 bescherte und Yves sich ĂŒber Platz 2 freuen durfte. Eli Hountondji verwies die einzige Gymkhana-Frau, Miriam Dutto, Ch auf Platz vier und beanspruchte fĂŒr sich den dritten Platz. Bemerkenswert war, dass Miriam gerade beim rĂŒckwĂ€rts einparken im Drift keinerlei weibliche SchwĂ€chen erkennen ließ.


AngefĂŒhrt vom Official IDS Pace Car dem Alutec BoostOne wurden anschließend die Finalisten der IDS PRO-Fahrer hereingefĂŒhrt. Moderator Jörg Wehr nutze dann die Gelegenheit, die Fahrer den zahlreichen Zuschauern einmal etwas ausfĂŒhrlicher vorzustellen und nach Ihren Tipps und Tricks beim Driften zu befragen. Die Zuschauer dankten das mit sehr viel Applaus und waren somit bestens fĂŒr die TwinBattle Drifts vorbereitet und konnten sich ihre Favoriten selbst ausmachen.


Dass ein Gymkhana Drift nicht unbedingt fĂŒr ein TwinBattle Driftauto geschaffen ist, musste Uniroyal Fahrer Patrick Ritzmann feststellen. Ihm kostete der Geschicklichkeitskurs die Antriebswelle, so dass er sein Wettkampf-Auto vor dem Finale abstellen musste. Dank der Sportlichkeit aller Fahrer, jedoch besonders durch Patricks engsten Konkurrenten, Michu Sahli, Ch und Yves Faber, Lu und nicht zuletzt durch die Hilfe von Andreas Distel, Ch, der sein Fahrzeug, ein 592 PS starker Toyota Chaser zur VerfĂŒgung stellte, konnte Patze im Distel-Leihwagen trotzdem am TwinBattle Finale teilnehmen.


Das Finale zeichnete sich durch hochkarĂ€tige TwinBattle Drifts aus. Schon wie im Qualifiying war es fĂŒr die Judges extrem schwierig, Unterschiede zwischen den Fahrern auszumachen, so dass die ein oder andere Entscheidung extrem eng und schwierig zu bewerten war. Um in das Finale zu kommen, musste man ĂŒber 80 Punkte der maximal 100 zu erreichenden Punkt erreichen.
Nach anfĂ€nglichen Schwierigkeiten kam Patrick Ritzmann, D mit dem rechtslenker Toyota immer besser zurecht und konnte sich sogar ins kleine Finale vorkĂ€mpfen. Dort gewann er den Battle zwischen gegen Michu Sahli, Ch der unglĂŒcklicherweise im ersten Lauf einen Dreher verursacht hatte und dadurch 0 Punkte kassierte. Die 7 Punkte im zweiten Lauf reichten nicht mehr, zumindest einen Re-Run zu erzwingen. Somit musste Michu Patrick auf Platz 3 ziehen lassen und sich mit der Blei-Medaille fĂŒr Platz 4 zufrieden geben.


Bis ins Finale hatte sich diesmal Alain Thomet, Ch vorgekÀmpft. Dabei hatte er keineswegs schwache Gegener. Mit Markus Militzer, Andeas Distel und Patrick Ritzmann hat er erstklassige Fahrer bezwingen können und traf im Finale auf Yves Faber, Lu. Dieser war jedoch an diesem Tag nicht zu schlagen. Wie schon beim Gymkhana zeigte Yves, dass er ein absoluter Könner des Driftsports ist und sein Fahrzeug wie kein anderer beherrscht. Dies wurde durch die klare Entscheidung zu gunsten von Yves Faber bestÀtigt, so dass er verdient den ersten Platz an diesem Driftwochenende vor Alain Thomet belegte.

Insgesamt attestierte alle Fahrer den Organisatoren ein erfolgreiches Driftwochenende mit spannenden Drifts und erstklassigem Motorsport.

Nach einer kleinen Zwischenstation am Eurospeedway Lausitz bereits am nĂ€chsten Wochenende werden die letzten Vorbereitungen fĂŒr die Falken European Drifting Championship getroffen. Am 29.-31. Oktober treffen sich dazu die besten Drifter Europas in der MĂŒllenbachschleife des NĂŒrburgrings, um den Besten EuropĂ€ischen Drifter zum Saisonfinale zu kĂŒren.

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