Die italienische Polizei fährt Lamborghini

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Cornelia Fulk

Die Berliner Polizei fährt Moto Guzzi, die italienische Gesetzeshüter dürfen ab sofort ihr Verbrecher in nagelneuen Gallardo LP560-4 jagen.


Der neue Gallardo LP560-4 Polizia ersetzt das vorhergehende Modell, das seit 2004 von der italienischen Polizei geführt wird. Mit seinen 560 PS (412 kW) erreicht er eine Höchstgeschwindigkeit von 325 km/h – da vergeht die Dienstzeit wie im Flug.
Schon sein Vorgänger ist ein Beleg für die ausgezeichnete Produktqualität von Lamborghini: Bereits seit 2004 nutzt die römische Polizei einen Gallardo der ersten Serie im regulären Einsatz.
Nun steht der Nachfolger bereit, ein Gallardo LP 560-4 neuester Bauart und mit modernster Spezialausrüstung. Er tritt natürlich in Dienstuniform auf, lackiert ist er ganz nach Vorschrift in der Farbe „blu Polizia“ – wobei die weißen Streifen und Schriftzüge dem dynamischen Design des Gallardo angepasst wurden. Sein Haupteinsatzgebiet wird wieder das zentrale und südliche Italien sein, in erster Linie die Autobahn von Salerno nach Reggio Calabria.


Weil der neue Dienstwagen eine wesentlich höhere Maximalgeschwindigkeit erreicht als die normalen Polizeiautos, musste das Blaulicht auf dem Dach aerodynamisch optimiert werden. Trotz der sehr flachen Bauweise der Signalbeleuchtung sorgen rundum eingesetzte, blaue Leuchtdioden für nicht zu übersehende optische Signale. Unterstützt werden die Lichtzeichen auf dem Dach von weiteren blauen LED-Signalen an Front, Seite und Heck der Aluminiumkarosserie. Insgesamt vier Sirenen, integriert in Front und Heck des Gallardo, erzeugen unüberhörbare akustische Warnsignale.


Modernste Hochtechnologie steckt im Innenraum des Supersportwagens – sie wartet vor allem auf Verkehrssünder. Der Verkehrsverstoß wird gleich beweiskräftig dokumentiert. Im Mittelpunkt steht ein Videosystem, mit einer Kamera neben dem Innenspiegel und einer Computer- und Aufzeichnungsanlage hinter den Sitzen.

Neben dem Hightech-Equipment besitzt der Gallardo natürlich auch die „klassische“ Polizeiausrüstung. Einen Gewehrhalter etwa, den normalen Polizeifunk oder auch die „Paletta“, die traditionelle Polizeikelle, mit der Übeltäter zum Anhalten aufgefordert werden. Anschließend können die Beamten dem Täter seine Vergehen sofort auf einem herausnehmbaren Bildschirm mit allen eingeblendeten Daten zeigen.
Geschwindigkeit ist aber auch beim zweiten Einsatzgebiet des Gallardo LP 560-4 Polizia sehr wichtig – manchmal sogar entscheidend über Leben und Tod: Der Lamborghini wird regelmäßig für dringendste medizinische Transporte eingesetzt. Dazu ist im vorderen Gepäckraum eine spezielle Transport- und Kühlbox für Spenderorgane eingebaut. Daneben ist für akute Notfälle ein Defibrillator installiert – ein Gerät, das massive Herzrhythmusstörungen oder Herzkammerflimmern durch gezielte Stromstöße beenden und damit Leben retten kann.
Natürlich sind die rund 30 Polizeibeamten, die den Gallardo Polizia fahren dürfen, auch im Gebrauch dieser medizinischen Einrichtungen besonders ausgebildet. Vor allem aber hat jeder aus dieser speziellen Einsatztruppe – darunter übrigens auch drei Frauen – ein besonderes, mehrtägiges Fahrtraining bei Lamborghini bekommen, unter der Leitung der Lamborghini Testfahrer. Die überlegene Fahrsicherheit des Gallardo LP 560-4 mit seinem permanenten Allradantrieb und das souveräne, auch bei höchsten Geschwindigkeiten spurtreue Fahrwerk bilden die Grundlage für den problemlosen alltäglichen Umgang.

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