BMW: E-Mobility aus Bayern

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BMW i8
Quelle: BMW

FĂĽr die einen ist Autofahren die bequeme Art, sich fortzubewegen, fĂĽr andere ist es eine Leidenschaft. Aufgrund des VW Diesel-Gates ist das Thema Umweltfreundlichkeit erneut entfacht.

„Mehr Strom, weniger Schadstoffe“ wird daher immer häufiger gefordert. Wer der Umwelt etwas Gutes tun möchte, steigt auf Elektromobilität um. Unter E-Mobility (auch E-Mobilität oder Elektromobilität) versteht man das Nutzen von Elektrofahrzeugen. Diese „futuristischen“ Autos verbrauchen aufgrund der deutlich einfacher aufgebauten Elektromotoren und der höheren Wirkungsgrade weniger Energie und haben geringere Betriebs- und Wartungskosten. Da hierdurch wirtschaftliche Risiken wie der Gebrauch von Erdöl und klimaschädlicher Emissionen reduziert wird, zählt die neue Art der Mobilität als Teil der Energiewende. Das volle Klimaschutz-Potenzial wird jedoch nur entfaltet, wenn die Stromnutzung aus erneuerbaren Energiequellen erfolgt, trotzdem entstehen beim heutigen EU-Strommix generell weniger CO2-Emissionen, als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren.

Laut dem Umweltbundesamt ist die Verwendung von Strom als Antriebsenergie im Fahrzeug nicht nur am ökologischsten und am effizientesten, sondern häufig auch am wirtschaftlichsten. Die finanziellen Anreize zum Kauf eines solchen Wagens sind aber noch fraglich. Das Ziel im Rahmen des „Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität“ ist es, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge in Deutschland auf die Straße zu bringen.

Vor- und Nachteile der Elektromobilität

Ein groĂźer Vorteil gegenĂĽber den Verbrennungsmotoren ist die Emissionsfreiheit des Antriebsstrangs. Selbst die batterieelektrisch betriebenen Fahrzeuge stoĂźen um einiges weniger (31-46 % bzw. 44-56 %) Kohlenstoffdioxid aus. Doch das ist bei Weitem nicht alles:

Bereits ab dem Stand ist ein hoher Drehmoment vorhanden, der Antriebsstrang ist sowohl innen als auch außen leiser und vibrationsfrei, Schaltvorgänge gibt es nicht – dafür einen höheren Fahrkomfort. Bei den Modellen, die als Elektrofahrzeug konzipiert wurden, besteht ein besseres Verhältnis von Innenraum zu Fahrzeuggröße.

Die Kosten im Energiebereich sind mäßig und durch den verschleißarmen Antrieb entsteht eine höhere „Lebensdauer“. Zudem besteht die Integrationsmöglichkeit in die Infrastruktur der Energie (Vehicle to Grid).

Bis auf weiteres werden Lithium-Ionen-Akkumulatoren als Energiespeicher eingesetzt. Beispiele hierfür sind der BMW i3, Tesla Model S und VW E-up!. Die Brennstoffzelle ist bisher nicht von Bedeutung. Dank der Fortschritte in der Technik dieser Energiespeicher, der Lebensdauer und der Zyklusfestigkeit war nicht nur eine Preissenkung, sondern auch eine längere Haltbarkeit dieser Autos möglich, welche auf 20,5 Jahre geschätzt wird.

An Schnellladestationen beträgt die Akkuladezeit nur 30 Minuten, nach der der Akku wieder zu 80 % voll ist.

Trotz der vielen positiven Eigenschaften gibt es auch zwei kleine Nachteile bei dem umweltfreundlichen Transportmittel.

Während ein Diesel-Tanker für eine Strecke von 500 Kilometern einen Energiespeicher mit 37 Liter Volumen beziehungsweise 33 Kilogramm Gewicht benötigt, würde ein elektrobetriebenes Auto für die gleiche Strecke heftige 360 Liter beziehungsweise 540 Kilogramm schlucken.

Da häufig Sicherheits-, Heizungs- und Komfortsysteme nicht in den Energieverbrauch miteinberechnet werden, besteht nun zusätzlich noch die Möglichkeit weiterer Nachteile. Denn dadurch können das Wischen und Entfrosten der Scheiben, Fahrbahnausleuchten, Beschallung und Klimatisierung des Interieurs und Fahrerassistenzsysteme Auswirkungen auf Energieeffizienz und Reichweite des Umweltfreundes haben.

Ladesystem in Europa

Zum Laden wird in Europa das schnellladefähige CCS-System (Combined Charging System) genutzt. Zwar besteht für jeden auch die Option, sein Auto an der normalen Steckdose zu laden, aber dafür muss diese auch für dauerhaft hohe Ströme ausgelegt sein. Mehr und mehr Autohersteller bieten nun beim Kauf auch sogenannte „Wallboxen“ an, welche höhere Leistungen und kürzere Ladezeiten ermöglichen.

Da Stromtankstellen noch nicht sehr verbreitet sind, mĂĽssen diejenigen, die ihr Auto an diesen „volltanken“ wollen, eine genaue Weg- und Zeitplanung durchfĂĽhren und einhalten. Seit einigen Jahren gibt es das „Park & Charge„-System der öffentlichen Stromtankstellen fĂĽr Solar- und E-Mobile. Anzapfbar sind diese mit einem europaweit einheitlichen SchlĂĽssel und liefern je nach Säule 3,5 kW oder 10 kW.

Tesla plante, bis Ende 2015 in Europa und der USA flächendeckend Schnellladestationen auszubauen. Diese sollen 135 kW liefern – die Aufladung für Tesla-Autos ist kostenlos.

Tesla Tanksäule Neu IAA

E-Mobility mal anders: Motorsport mit Elektromotoren

Am 27. April 2011 brach der Elektrosportwagen „Peugeot EX1“ den Rekord der Nürburgring Nordschleife. Er umrundete die 20.8 Kilometer lange Rennstrecke in nur 09:01,338 Minuten. Toyotas „TMG EV P001“ stellte am 29. August 2011 einen besseren Rekord auf, welcher für die Strecke nur 07:47,794 Minuten benötigte.

Am 13. September 2014 begann die Rennserie „Formel E“ für die Sportschlitten mit Elektromotor.

Schick, futuristisch und umweltfreundlich: der BMW i

Inspirierendes Design, visionäre Elektrofahrzeuge und ein ganz neues Premium-Verständnis mit starker Definition über Nachhaltigkeit. „Das urbane Mobilitätskonzept“ beschreibt BMW selbst die edlen Elektro-Modelle.

„100 % Green Energy“ schreibt BMW über die Produktion der i-Reihe auf der Website. Im Vergleich zum industrieführenden BMW Durchschnitt sinkt der Energieverbrauch für diese Herstellung um 50 Prozent, der Wasserverbrauch sogar um 70 Prozent.

Der kompakte i3 besitzt einen reinen BMW eDrive Elektroantrieb, verbraucht nur 12,9 kWh auf 100 Kilometer und hat einen CO2-Ausstoß von 0 Gramm/Kilometer. Satte 95 % der im i3 verbauten Materialien sind wiederverwertbar. Dieser kleine 170-PS-Flitzer ist ab 34.950,00 € bei BMW erhältlich.

BMW i3 Orange Schwarz IAA 2015

Im Gegensatz zu seinem kleinen Bruder ist der i8 mit einem BMW eDrive Plug-in-Hybridantrieb ausgestattet. 2,1 Liter und 11,9 kWh verbraucht der Sportwagen auf 100 Kilometer und hat einen CO2-Ausstoß von 49 Gramm/Kilometer. Der 362-PS-Luxusschlitten ist garantiert beliebt in der Zukunft des Motorsports und spielt mit einem Startbetrag von 130.000,00 € in der Liga des höchstmotorisierten Tesla Model S.

BMW i8 schwarz front
Quelle: BMW

 

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