Automesse Detroit 2013: Chevrolet stellt die Corvette C7 Stingray vor

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Sie ist ein Mythos, eine Legende, die große Liebe, das Symbol amerikanischer Freiheit und der US-Sportwagen schlechthin – die Corvette. Kein anders Modell von Chevrolet wurde so sehnsĂŒchtig erwartet wie die siebte Corvette Generation. Auf der NAIAS in Detroit (- 27.1.2013) stellte „Chevy“ nun die neue Corvette C7 „Stingray“ vor. Mit dem DebĂŒt der neuen „Stingray“ fĂŒhren die Amerikaner endlich auch wieder die legendĂ€re Zusatzbezeichnung ein, die schon in den 60iger Jahren fĂŒr das außergewöhnliche Zusammenspiel von Technik, Design und Leistung stand. Mit einer Leistung von rund 450 PS (331 kW) und einem maximalen Drehmoment von rund 610 Newtonmetern ist die neue „Vette“ nicht nur das stĂ€rkste Chevrolet-Serienmodell bisher. Mit einer Beschleunigung von null auf 60 mph (96,6 km/h) in weniger als vier Sekunden und bis zu einem „G“ möglicher Kurven-Querbeschleunigung setzt sie auch bei den Fahrleistungen MaßstĂ€be. DarĂŒber hinaus soll die neue Corvette auch die bislang effizienteste sein wird und den Kraftstoffverbrauch des bisherigen Modells von 9,0 l auf 100 km nochmals unterbieten.

Chevrolet Corvette C7 Quelle: ampnet/Manfred Zimmermann)

In lediglich zwei Komponenten stimmt die Generation C7 mit dem VorgĂ€ngermodell ĂŒberein. Rahmenstruktur, Fahrwerkskonstruktion, Antrieb, Assistenztechnologien, sowie Exterieur- und Interieurdesign sind komplett neu. Das Interieur besticht zudem mit Materialien wie Karbon, Aluminium und handgearbeitetem Leder sowie zwei neuen Sitzvarianten (beide mit Leichtbau-Magnesiumrahmen fĂŒr optimale Ergonomie) und einem individuell konfigurierbarem Acht-Zoll-Monitor fĂŒr Fahrerinformationen und Infotainment.

Chevrolet Corvette C7 (Quelle: ampnet/Manfred Zimmermann)

Das kompakte 360-Millimeter-Lenkrad soll fĂŒr klare RĂŒckmeldung und ein direktes FahrgefĂŒhl sorgen. Die Konzentration auf eine optimale Gestaltung der Fahrerumgebung geht bis in kleine Details wie den glatten, prĂ€zise gearbeiteten LenkradnĂ€hten, die auch in dieser wichtigen Kontaktzone eine angenehme Haptik erzeugen dĂŒrften. Sauber gearbeitete NĂ€hte zeigen auch die optional verfĂŒgbaren Nappaleder-SitzbezĂŒge. Zwei Varianten stehen dabei zur Wahl: ein GT-Sitz fĂŒr bestmöglichen Komfort und ein Rennsitz mit verstĂ€rktem Seitenhalt. In beiden FĂ€llen sorgt Magnesium fĂŒr noch höhere Festigkeit und geringeres Gewicht als bei vergleichbaren Stahlkonstruktionen, wĂ€hrend die erhöhte Steifigkeit laut Chevrolet zu einem noch direkteren FahrgefĂŒhl beitrĂ€gt.

Chevrolet Corvette C7 (Quelle: ampnet/Manfred Zimmermann)

Modernste Fahrdynamik-Technologien – darunter die Auswahl aus fĂŒnf Fahrmodi mit insgesamt 12 variablen Fahrzeugparametern zur optimalen Abstimmung auf die jeweiligen Fahrbedingungen und ein neues Siebengang-Schaltgetriebe mit Gangwechselerkennung „Active Rev Matching“ (Anpassung der Motordrehzahl an die Gangwahl).fĂŒr fließende SchaltvorgĂ€nge sollen die Stingray auf eine neue Ebene heben.

Die Driver Mode Selector-Bedienung erfolgt ĂŒber einen Drehknopf neben der Schaltkulisse. Der „Tour“-Modus ist dabei auf normale Alltagsfahrten zugeschnitten, die Einstellung „Weather“ sorgt fĂŒr zusĂ€tzliche StabilitĂ€t unter erschwerten Fahrbedingungen wie Regen und Schnee. Die Funktion „Eco“ stellt maximale Kraftstoffeffizienz in den Mittelpunkt, wĂ€hrend das Fahrprogramm „Sport“ ein optimales Setup fĂŒr betont dynamisches Fahren und EinsĂ€tze auf der Rennstrecke bereitstellt.

Als Leistungsquelle, ja man könnte diesen Motor auch schon fast „Freudenspender“ nennen, fungiert ein neu entwickelter 6,2-Liter-V8-„LT1 Small Block“-Motor mit etwa 450 PS und rund 610 Newtonmeter maximalem Drehmoment. Noch wichtiger ist, dass der Drehmoment-Minimalwert im Drehzahlbereich von 1.000 bis 4.000 1/min um rund 68 Newtonmetern höher liegt als bei der hubraumgleichen VorgĂ€ngerversion – und damit auf dem Niveau des 7,0-Liter-„LS7“-Triebwerks aus der Corvette Z06 von 2013.

Chevrolet Corvette C7 (Quelle: ampnet/Manfred Zimmermann)

Der Einsatz von Leichtbaumaterialien wie einer Fronthaube und einem abnehmbaren Hardtop aus Kohlefaserwerkstoff soll das Gewicht möglichst niedrig halten. KotflĂŒgel, TĂŒren und die hinteren KarosserieseitenwĂ€nde sind daher aus Verbundwerkstoff. Die Unterbodenverkleidungen aus Karbon-Nano-Verbundmaterial, um nochmals Gewicht einzusparen. FĂŒr die optimale Straßenlage verbauten die Ingenieure einen neuen Aluminiumrahmen fĂŒr eine ausgeglichene 50:50-Gewichtsverteilung.

Das rennsporttaugliches „Z51“-Performancepaket mit schlupfbegrenztem, elektronisch geregeltes Sperrdifferenzial, Trockensumpfschmierung, Integralbremse und einer Differenzial- und AntriebskĂŒhlung soll die Corvette zu einem gefĂŒrchteten Gegner fĂŒr die Klasse der Supersportler werden lassen und hebt die Stingray wieder auf den Thron der amerikanischen Fahrmaschinen.

Chevrolet Corvette C7 (Quelle: ampnet/Manfred Zimmermann)

Gebaut wird die neue Corvette Stingray im GM-Werk Bowling Green im US-Bundesstaat Kentucky, das mit einem Investitionsvolumen von 131 Millionen US-Dollar modernisiert wurde. Rund 52 Mio. US-Dollar entfielen dabei auf eine neue Karosseriefertigung fĂŒr die erstmalige Inhouse-Herstellung der anspruchsvollen Aluminiumstruktur.
Der Verkaufsstart des neuen Modells ist fĂŒr das dritte Quartal 2013 vorgesehen.

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