80 Jahre Autobahn – von Adenauers Pendlerpiste zum weltbekannten Highspeed-Straßennetz

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Auf den Tag genau vor achtzig Jahren, am 6. August 1932, eröffnete der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer die erste Autobahn von Köln nach Bonn, die heutige A 555. „So würden die Straßen der Zukunft aussehen“, prophezeite Adenauer. Und irgendwie sollte der spätere Bundeskanzler recht behalten. Dabei waren die Pläne zum modernen Straßennetz in den 30er Jahren alles andere als beliebt bei Volk und Politikern. „Zu teuer und nur für die oberen Zehntausend“, denn ein Auto konnten sich damals nur wenige leisten, eigentlich nur wirklich Gutbetuchte.

 

Dennoch – Adenauer setzte mit dem Bau der vierspurigen Schnellstraße zwischen Köln und Bonn den Grundstein zu einem Straßennetz, welches in der ganzen Welt bekannt ist. Allerdings sollte die A 555 ihren Status einer Autobahn erst ab 1958 offiziell tragen. Denn die Nationalsozialisten stuften die vor achtzig Jahren eröffnete Strecke kurz nach der Machtübernahme zur Landstraße herab. Dass Autobahnen eine Erfindung der Nationalsozialisten gewesen sind darf man jedoch getrost als Märchen abtun. Denn Adenauers Köln-Bonn-Verbindung und die als Avus bekannte Teststrecke im Berliner Grunewald wurden weit vor 1933 in die Landschaft betoniert. Hitlers Rüttelpisten sind zwar später zum Großteil in Autobahnen umgebaut worden, allerdings waren diese Straßen in den 30er und 40er Jahren lediglich ausgebaute Teilstücke und nur für den Kriegstransport gedacht.

Zu Ehren unserer geliebten Autobahn sagen wir heute frei nach Konrad Adenauer: „Jeben Se Jas!“

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