25 Jahre BMW 850i: Üppige Faszination

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Vor 25 Jahren stellt BMW sein exklusives Luxus-CoupĂ© 850i vor. Es wurde in zehn Jahren 30 621mal gebaut. Foto: BMW/dpp-AutoReporterAuf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) des Jahres 1989 prĂ€sentierte BMW das große LuxuscoupĂ© 850i als Demonstration seiner Entwicklungskompetenz. Der „E31″ bot neben einer neuartigen Designlinie auch eine Vielzahl neuer technologischer Details. In der Gestaltung der keilförmigen Karosserie, bei der vor allem die lange und flache Motorhaube mit versenkbaren Scheinwerfern, der Verzicht auf B-SĂ€ulen und der steile Heckabschluss ins Auge fielen gelang die Kombination aus Dynamik und Eleganz. DarĂŒber hinaus war der BMW 850i nach der zwei Jahre zuvor eingefĂŒhrten Luxuslimousine BMW 750i das zweite deutsche Automobil der Nachkriegszeit, das von einem Zwölfzylinder-Motor angetrieben wurde. Das 5,0 Liter große Triebwerk mobilisierte 220 kW/300 PS sowie ein maximales Drehmoment von 450 Newtonmetern und beschleunigte den 1 790 Kilogramm schweren 2+2-Sitzer in 6,8 Sekunden von null auf 100 km/h.

FĂŒr die KraftĂŒbertragung auf die HinterrĂ€der standen wahlweise ein eigens fĂŒr den BMW 850i entwickeltes Sechsgang-Handschaltgetriebe oder ein Viergang-Automatikgetriebe zur VerfĂŒgung. Außerdem absolvierte die wegweisende Integral-Hinterachse mit FĂŒnf-Lenker-AufhĂ€ngung ihre Premiere im Luxus-CoupĂ©. Die Automatische StabilitĂ€ts- und Traktionsregelung (ASC+T), die geschwindigkeitsabhĂ€ngige LenkkraftunterstĂŒtzung und die ab FrĂŒhjahr 1990 optional angebotene Elektronische DĂ€mpfer Control (EDC) waren weitere Details, die zu den charakteristischen Fahreigenschaften des BMW 8er beitrugen. Weitere Neuerungen des BMW 850i waren das sitzintegrierte Gurtsystem, die elektrisch verstellbare LenksĂ€ule mit Memory-Funktion, der automatisch abblendende Innenspiegel, die Zentralverriegelung mit Fernbedienung und ein besonders leistungsfĂ€higer Bordcomputer. FĂŒr die Fahrzeugelektronik wurde erstmals ein Multiplex-System eingesetzt, bei dem die DatenĂŒbertragung mehrerer Systeme ĂŒber eine gemeinsame Leitung fĂŒr höhere ZuverlĂ€ssigkeit bei reduziertem Gewicht sorgte.

Im Modelljahr 1993 wurde das Antriebsportfolio um eine zweite AusfĂŒhrung des Zwölfzylinders erweitert. Aus seinem auf 5,6 Liter vergrĂ¶ĂŸerten Hubraum erzeugte der Motor des BMW 850 CSi genannten Topmodells 280 kW/381 PS und ein maximales Drehmoment von 550 Newtonmetern. Der Spurt auf Tempo 100 konnte nun in weniger als sechs Sekunden absolviert werden. Zur höheren Leistung erhielt der BMW 850 CSi ein neues Fahrdynamik-System, zu dem auch eine aktive Hinterachskinematik gehörte. In AbhĂ€ngigkeit von der Geschwindigkeit und dem Lenkwinkel wurde dabei ein gleichsinniges Einschlagen der HinterrĂ€der aktiviert, um die FahrstabilitĂ€t bei dynamischer Kurvenfahrt und plötzlichen Ausweichmanövern zu optimieren. Das elektrohydraulische System des BMW 8er war damit VorlĂ€ufer der heute fĂŒr die Modelle der BMW 7er, BMW 6er und BMW 5er Reihe verfĂŒgbaren Integral-Aktivlenkung.

Parallel zum Start des BMW 850 CSi erhielt das bisherige Modell den neuen Namen BMW 850 Ci und wurde optional mit der FahrstabilitĂ€tsregelung DSC (Dynamische StabilitĂ€ts Control) angeboten, das Automatikgetriebe war nun mit einer adaptiven Steuerung versehen. Ab Herbst 1994 wurde der BMW 850Ci von einem 5,4 Liter großen V12-Motor mit 240 kW/326 PS angetrieben, der mit einem neuen FĂŒnfgang-Automatikgetriebe kombiniert werden konnte. Schon 1993 war zudem der BMW 840 Ci eingefĂŒhrt worden. Sein 4,0 Liter großer V8-Motor leistete 210 kW/286 PS. Bis 1999 wurden 30 621 Exemplare des BMW 8er gebaut, mehr als zwei Drittel waren Zwölfzylinder-Modelle und nur jedes sechste LuxuscoupĂ© E31 wurde von Hand geschaltet.

(dpp-AutoReporter/wpr)

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