Autokorso Fussball EM (Quelle: ACE)

Fußball-EM: Fanfieber mit Autokorso

12. Juni 2012
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Die Fußball-Europameisterschaft hat für die Deutsche Nationalmannschaft bestens begonnen. Und der erste EM-Turniererfolg am Samstag hat die Fans zum spontanen Feiern aufgerufen. Wie in den vergangenen Jahren fand die Heiterkeit über den Torerfolg ihre Fortsetzung im Auto. Unzählige Fussballjünger stiegen nach dem 1:0 Sieg gegen Portugal in ihre Fahrzeuge und cruisten hupend und Fahnen-schwenkend durch die Innenstädte.

Doch Vorsicht ist geboten, denn alle Freude und Euphorie setzt geltende Verkehrsregeln und Haftungsgrundsätze keinesfalls außer Kraft! Norbert Stand, Experte bei der Zurich Versicherung, erklärt: „Wer während der Fahrt auf den Sitzen steht, im Cabrio auf dem Verdeckkasten sitzt oder sich mit dem Oberkörper aus dem Seitenfenster lehnt, riskiert nicht nur saftige Bußgelder und Punkte in Flensburg, sondern auch ernsthafte Verletzungen. Etwaige daraus resultierende Schadenersatzansprüche reduzieren sich außerdem noch um einen Mitverschuldenanteil wegen sogenannter unterlassener Eigensicherung.“

Zwar sind die Ordnungshüter bei den Siegesfeiern nicht ganz so streng und drücken ein, ja meistens sogar beide Augen zu., aber dennoch sollte im Autokorso nicht all zu ausgelassen gefeiert werden. Denn im Prinzip sind Autokorsos gar nicht erlaubt, weil sie als „unnützes Auf- und Abfahren in einer geschlossenen Ortschaft“ und damit als Ordnungswidrigkeit gewertet werden können. Gleiches gilt für das Hupen als Ausdruck von „Freude“, denn einen derartigen Einsatz lässt die Straßenverkehrsordnung nicht zu. Unabhängig davon gilt: Wer während der rollenden Feierlichkeiten etwas beschädigt, muss für den Schaden aufkommen. Bekommt das eigene Fahrzeug während des Korsos etwas ab und ist der Verursacher nicht mehr aufzufinden, bleibt der Geschädigte auf den Kosten sitzen.

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